Hendrik Schlösser (links) ist in dieser Szene nicht aufzuhalten. Am Ende traf der Westerkappeln fünf Mal gegen Grönegau-Melle. Trotz einer starken Leistung stand der THC am Ende gegen den Titelanwärter aber mit leeren Händen da. Foto: Uwe WolterLange war es ein Kampf auf Augenhöhe, doch am ende nahm der Meisterschaftskandidat die Punkte mit. Die Handballer des THC Westerkappeln wollten sich im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten HSG Grönegau-Melle für die klare Hinspielniederlage revanchieren.

Von Uwe Wolter

Bis zur 45. Minute lag am Sonntagnachmittag auch eine Überraschung in der Luft, doch dann riss Gästeakteur Björn Tiedkte, der insgesamt 13 Tore warf, das Spiel an sich. „Er hat mit seiner Erfahrung das Spiel letztendlich entschieden“, musste THC-Spielertrainer Timo Halstenberg nach der 32:39 (18:17)-Heimniederlage neidlos anerkennen.

Von Anfang entwickelte sich ein enges Spiel. Bis zur Pause wechselte mehrfach die Führung. Beim 12:16 aus THC-Sicht, für den doch Sebastian Kolek noch kurzfristig auflief, schien die Partie aber frühzeitig den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch denkste, die Hausherren ließen nicht locker und drehten den Spieß bis zum Seitenwechsel wieder um. Mit einer knappen 18:17-Führung ging die Halstenberg-Sieben in die Kabinen.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn nahmen einen ähnlichen Lauf, wie die erste Hälfte. Erst warf Westerkappeln das 20:18, dann ging Melle mit 23:22 in Führung. Wieder wendete der THC das Blatt, lag mit 29:28 vorne. „Dann hatten wir aber eine Schwächephase und die hat Melle, und vor allem Tiedtke dann ausgenutzt“, ärgerte sich im Nachhinein THC-Coach Halstenberg. Sieben Minuten lang gelang den Gastgebern kein Torerfolg, Melle zog auf 36:29 davon. Damit war die Partie gelaufen.

„Vorher hat wohl keiner geglaubt, dass wir gegen Melle so lange mithalten können. Das war eine starke kämpferische Leistung der Mannschaft“, sagte Halstenberg nach Abpfiff. „Das Tempo war im ganzen Spiel sehr hoch. Wir hatten uns aber auch gut auf Melles offensive Deckung eingestellt. Leider klappte es bei uns in der Deckung nicht immer so gut.“ Gästetrainer Jörg Pag war am Ende froh über den Sieg: „Wir haben die Ruhe bewahrt und uns auf unsere Stärken besonnen, auch wenn wir mal zurück lagen. Sicher haben wir uns das nötige Glück auch erarbeitet, zum richtigen Zeitpunkt waren wir dann präsent.“

Am kommenden Sonntag (17.15 Uhr) fahren die THC-Handballer zum Nachbarschaftsderby nach Bramsche. „Aus den nächsten Spielen müssen wir noch den einen oder anderen Punkt holen. Jetzt warten nur noch Gegner auf uns, gegen die wir punkten können“, so Halstenberg.

► Tore: Schröer (8/3), Schlösser (5), Kolek (4), Halstenberg (3), Schausten (3), Zander (3), Meyer (3), Gröne (2) und Budweg (1),

Quelle: WN



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