Henrik Schlösser (beim Wurf) zeigte bei der THC-Schlappe in Bissendorf noch die beste Vorstellung. Foto: Uwe WolterDer erste „Betriebsausflug“ ist in die Hose gegangen. „Muss ich überhaupt etwas dazu sagen“, so Timo Halstenbergs erste Reaktion, als er sich der Spielertrainer des THC Westerkappeln zum Spielverlauf am Sonntag in Bissendorf äußern sollte.

Von Uwe Wolter

Der THC hatte gerade sein vorletztes Meisterschaftsspiel der Weser-Ems-Liga-Saison so richtig vergeigt. Mit 46:21 (22:8) hatten die Gastgeber vom TV Bissendorf-Holte II deutlich die Nase vorn.

„Wir wollten ja eigentlich etwas ausprobieren. Das ist aber gründlich daneben gegangen“, musste sich Halstenberg eingestehen. Nach zehn Minuten lagen die Westerkappelner bereits mit 1:8 hinten und erholten sich auch nicht mehr im weiteren Spielverlauf von der katastrophalen Startphase. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt“, war Halstenberg leicht genervt.

„Danach waren wir so schockiert, dass uns gar nichts mehr gelang“, erklärte der THC-Coach. „Wir haben überhaupt nicht aus der zweiten Reihe geworfen.“ Alle hätten Angst gehabt, etwas falsch zu machen. „Aber Bissendorf hat das auch intelligent gemacht und hat unsere Außen kalt gestellt. Das hat uns schon überrascht“, fühlte sich Halstenberg von der gegnerischen Taktik am Sonntag überrumpelt.

„Wir haben einfach zu wenig Druck erzeugt. Und dann haben fast alle den Kopf hängen lassen“, so der Spielertrainer. Bei vielen sei wohl doch im Kopf drin gewesen, dass es um nichts mehr geht. „Das ist vielleicht auch ein Lernprozess zum richtigen Zeitpunkt“, hofft Halstenberg. Bezeichnend sei auch gewesen, dass es in dem ganzen Spiel keine Zeitstrafe gegeben habe. „Es gab nur drei Verwarnungen. Ein deutliches Zeichen, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Auf Westerkappelner Seite ragte einzig noch Henrik Schlösser mit vier Toren heraus. Der Rest verteilte sich gleichmäßig auf den restlichen Kader.

„Jetzt werden wir bis zum letzten Spiel jede Woche trainieren. Wir werden das aber nicht mehr so anziehen, als ob wir sofort ein Spiel hätten“, so Halstenberg. Das nächste und letzte Spiel steigt, wie schon mehrfach hier berichtet, erst am 21. Mai in Haselünne. Da will sich der THC dann noch einmal besser präsentieren, als in Bissendorf.

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