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Mannschaftliche geschlossenheit führte zum SiegDas war nichts für schwache Nerven, was die beiden Handball-Nachbarn vom THC Westerkappeln und TuS Bramsche Ii am späten Sonntagnachmittag in der Dreifachhalle abgeliefert haben. Am Ende gab es aber das erhoffte nachträgliche Hochzeitsgeschenk für THC-Spielertrainer Timo Halstenberg.

Von Uwe Wolter

Sein Team drehte ein nach 30 Minuten schon als verloren geglaubtes Spiel im zweiten Durchgang um und ging als 34:32 (14:21)-Sieger aus der Halle.

Westerkappelns Kapitän Manuel Schröer hatte eigentlich gedacht, dass es gar nicht mehr schlimmer gehen könne, wie in der ersten Halbzeit eine Woche zuvor in Burg Gretesch. Doch er und seine Mitspieler belehrten sich selbst eines „Besseren“. All das, was sich die Hausherren vorgenommen hatten, ließen sie in den ersten 30 Minuten vermissen. „Wir haben alles weggeworfen, was man nur wegwerfen konnte“, schüttelte der frisch vermählte Trainer Tim Halstenberg fast ungläubig den Kopf. „Wir wollten die schnellen Tempogegenstöße verhindern, aber in der Deckung haben wir überhaupt nicht kompakt gestanden“, so Halstenberg. So konnten die Bramscher mit einem Sieben-Tore-Vorsprung (21:14) in die Pause gehen.

„Aber wir wussten ja, dass wir es trotzdem noch schaffen können. Das haben wir ja in Gretesch bewiesen“, gab ein Halstenberg und Co. die Partie trotz des klaren Rückstands noch nicht verloren. „Wir haben uns in der Pause vorgenommen, in der Abwehr zusammen zurücken, kompakter zu stehen. Und das haben wir dann auch besser gemacht“,sagt der Coach. Binnen weniger Minuten nach Wiederanwurf hatte der THC den Abstand um vier Treffer verkürzt. Und schon waren die Fans wieder da. „Ähnlich wie in Gretesch haben die uns nach vorne getragen, auch die Unterstützung von der Bank war voll da. Das ist einfach cool und fast einmalig in dieser Liga“, ist Halstenberg auch am Tag nach dem Spiel noch hellauf begeistert.

In der 44. Minute war der Ausgleich (25:25) erstmals geschafft. Ab da ging es hin und her. Mal lag Bramsche ein Tor vorne, dann wieder der THC. Drei Minuten vor Schluss stand es 32:32. Sebastian Kolek traf zum 33:32 für den THC, Florian Meyer machte 18 Sekunden vor Schluss den Deckel drauf. „Die Hochzeit am Samstag war entspannter, als das Spiel am Sonntag“, durfte Timo Halstenberg durchatmen.

Mit dem Sieg gegen Bramsche hat der THC sein Punktekonto (8:8) ausgeglichen und hat nun die große Chance, am kommenden Sonntag im letzten Spiel des Jahres in Neuenhaus/Uelsen mit einem Sieg sogar mit einem positiven Punktekonto ins neue Jahr zu gehen.

Tore: Meyer (9), Schröer (7/2), Kolek (4), Strätgen (3), Suppelt (3),Budweg (2), Butzke (2), Finke (2), Ginster (1) und Halstenberg (1).
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