Die „Südschweden“ sorgen auf der Schwäbischen Alb für Furore

Die Südschweden, ein Markenzeichen auf der Alb

Martina und Axel Münch mit Angelika Meyer (v.r.) bei der Einstimmung

Susanne Mellies ergattert noch einen Startplatz

Die OSC-Fraktion identifiziert sich mit den Südschweden

Gerald Philipp legt letzte Hand an

Aufbruchstimmung am Start um 5:00 Uhr

Martina Münch als Fan der Südschweden

Friedel Meyer mit seinem Zug in Waldhausen

Wellness in Bad Boll. So lässt es sich leben!

Willi Eversmeyer und Stefan Skopnik in Stötten 

 

 

Der „Alb-Extrem“ in Ottenbach (Schwäbische Alb) ist ein Radsportereignis der besonderen Art. Sicherlich ein Grund dafür, dass über 8.000 Radsportler heiß auf eine Startberechtigung waren. Aber nach dem Losverfahren konnten nur 3.500 berücksichtigt werden.

Seit dem Jahr 2000 sind die „Südschweden“ auf der Alb vertreten und schon so etwas wie ein Markenzeichen. Aufgrund der guten Kontakte von Friedel Meyer zum Organisationsteam erhalten alle interessierten „Südschweden“ ein Ticket. Damit honoriert man auf der Alb die weite Anreise und die gute Auslastung der Quartiere vor Ort durch die „Südschweden“. Insgesamt waren bis jetzt 450 „Südschweden“ mit zurückgelegten 96.930 (!!) Kilometern auf der Alb.

 

Von den 69 „Südschweden“ in diesem Jahr stellte der THC die größte Gruppe.

Strecke

SportlerInnen

190 km

Hans-Hermann Koch, Angelika Meyer

210 km

Peter Ender, Jürgen Igelbrink, Susanne Mellies, Gerald Philipp, Ralf-Gunther Schmidt, Christoph Schröder, Uwe Strotebeck

250 km

Jörg Lichtenberg, Axel Münch

280 km

Wili Eversmeyer, Reinhard Jansson, Friedel Meyer, Uwe Siekmeyer

Von den THClern waren 8 Radler sogenannte „Frischlinge“. Sie wurden von Friedel und den anderen „alten Hasen“ vor allem auf der Trainingsrunde am Mitwoch gut auf den „Alb-Extrem“ und seine Besonderheiten eingestimmt. Somit gingen sie am 24.06. um 05:30 Uhr gut vorbereitet an den Start. Je nach Vorliebe für einen steilen oder etwas gemächlicheren Anstieg wählten sie den südlichen bzw. nördlichen Startplatz.

Trotz der morgendlichen Frische war absehbar, dass die Radsportler für den Tag keine lange Kleidung benötigten. Im Gegensatz zu den Vortagen wurde es fast so ein heißer Tag wie im Vorjahr. Mit ein Grund dafür, dass es nur 3.060 Finisher gab.

 

Alle THCler erreichten wie erwartet das Ziel. Die Absolventen der 210er-Schleife nutzten den Tag zu einer Gruppenfahrt. Sie zeigten damit Geschlossenheit und sorgten in dem schönen Vereinstrikot für ein prächtiges Bild.

Alle anderen THCler tummelten sich im großen Feld und schlossen sich anderen Gruppen an. Axel und Friedel haben in den Vorjahren gute Kontakte zu den Sportlern des „RSF Bartholomä“ geknüpft. Mit ihnen bildeten sie entsprechende Züge, um so die angepeilten Strecken zu bewältigen.

Die Stecken sind nur zu bewältigen, wenn man gut trainiert ist und sich auf der Tour gezielt verpflegt. Dazu gibt es an den Verpflegungsstellen ausreichend Gelegenheit. Aufgrund des Angebots kann man schon von einer „Gourmet-Tour“ sprechen. Ein Kontrastprogramm zu Radtouristikfahrten in der heimatlichen Region.

Aber es gibt auch noch andere angenehme Sachen auf der Tour. Die Fahrer der zwei großen Schleifen können in Bad Boll ein Wellness-Angebot in Anspruch nehmen. Das war für Friedel keine Frage. Er lag mit seinem Team gut in der Zeit und ließ sich von Manuela massieren. Danach nahm er locker die letzten 67 Kilometer in Angriff.

Der „Hexensattel“ gilt als das „L´Alpe d´Huez“ bei der Tour de France. Mit seinen teilweise 16 Prozent gilt er nach 162 – 232 gefahrenen Kilometern als Knackpunkt der Tour. Aber oben angekommen zu sein gilt als großes Erlebnis. Jeder Radsportler dürfte dort trotz der Anstrengungen den Blick in das Tal nach Unterböhringen genießen und kaum vergessen.

Für viele war der folgende Anstieg nach Oberböhringen aber schwieriger, was nicht zuletzt an der Hitze und der so genannten „Weinbergatmosphäre“ lag.

Aber die Abfaht nach Geislingen wirkte auf die Radler motivierend, waren jetzt doch nur noch rd. 40 Kilometer zurückzulegen. Nach der letzten Verpflegungsstelle in Stötten war noch ein kurzer aber knackiger Anstieg (300 m - 16%) zu bewältigen. Danach war die Sache dann aber für alle so gut wie gelaufen.

 

Im Ziel angekommen hatten alle Radsportler nur noch einen Gedanken; ab in den Schatten und die Flüssigkeitsspeicher auffüllen. Gelegenheit dazu gab es auf dem Festzelt genug. Radler war angesagt, das Doping der sauberen „Breitensportler“.

Nicht uninteressant dann die Siegerehrung. Friedel hatte im Vorfeld sein persönliches Ziel für die Gruppe „Die Südschweden“ ausgegeben. Er wollte „Cafe Mehlsack“ und den „TV Birenbach“ hinter sich lassen. Entsprechend riesig war dann auch der Jubel, als für die beiden Gruppen die Plätze 4 und 16 ausgerufen wurden. Das Ziel war erreicht. Mit gefahrenen 15.410 Kilometern belegten die 69 „Südschweden“ den hervorragenden 2. Platz.

Sieger waren wieder die Radsportfreunde aus Bartholomä.

Das bei dem Ergebnis natürlich schon wieder Ziele ins Auge gefasst wurden, versteht sich von selbst. In 2008 findet die 25. Austragung statt. Für viele „Südschweden“ die Pflicht, hinter der 25 eine „Null“ zu setzen. Schon steht die Strecke fest.

Das die „Südschweden“ auch im nächsten Jahr wieder dabei sind, steht schon jetzt fest. Bei Friedel haben sich bereits wieder 24 Interessenten gemeldet. Einige haben bereits schon ihr Quartier in Ottenbach und Umgebung gebucht.

 


Hans-Hermann Koch und Stefan Tschöke-Mewes (v.l.) mit erradeltem Trikot Auszeichnung der Erstplatzierten

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