Radsportler auf den Spuren von Klaus Störtebecker und Otto Waalkes

Die Frühjahrsroller des THC haben das Zwischenziel Norddeich erreicht.13 THCler genießen Touren hinter dem Deich bei Windstärke 4–6 Beaufort

Für den Frühjahrsroller hatten sich die Radsportler ein Ziel im hohen Norden ausgesucht. Abteilungsleiter Axel Münch pflegt seit Jahren eine Freundschaft zum Ostfriesen Theo Fischer, der in Hinte kurz hinter Emden wohnt. Seit über 40 Jahren geht Theo seinem Hobby „Radsport“ nach und war daher prädestiniert, die THCler fach- und ortskundig durch seine ostfriesische Heimat zu führen.

Teilnehmer:

Radsportler   Begleitung  
Conrad Dirk Münch Martina
Elstrodt Nadine Voltz Elisabeth
Helmich Monika Vosgerau Judith
Kuhlenbeck Jörn    
Melzer Werner    
Meyer Angelika  
Meyer Christian  
Meyer Friedel  
Münch Axel  
Philipp Gerald  
Schröder Christoph  
Voltz Elmar  
Winter Detlef  
Gastfahrer    
Tänzler Werner  

 
Samstag, 09.04.2011
Um 07:00 Uhr machte sich die Gruppe in Fahrgemeinschaften auf den Weg gen Norden. Störungsfrei erreichte man Hinte und die Sportler saßen 10:00 Uhr im Sattel, um mit Theo die erste Tour „Achter de Dieken“ in Angriff zu nehmen.

Stationen KM HM Fahrzeit
Hinte, Larrelt, Knock, Campener Leuchtturm, Pilsumer Leuchtturm, Greetsiel, Norddeich, Osteelerpolder, Wirdum, Eisinghusen, Osterhusen, Hinte 122 182 05:03:45

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Theo ging kurz auf die Streckenführung ein und mit einem leichten Schmunzeln merkte er an, dass der Wind im hohen Norden eine große Rolle spielt. Die Radler nahmen das zur Kenntnis, ohne beim Start jedoch großartig über die Auswirkungen nachzudenken. Schließlich gab es dafür an der Küste keine Berge!
Einsamkeit hat auch seine schönen Seiten. Windkraftwerke und Schafe soweit das Auge reicht.Vorbei an Emden und dem VW-Werk fuhr man an den Dollart und ab dort direkt am Wasser bis nach Knock, dem Eintritt der Ems in die Nordsee. Auf diesen ersten Kilometern zeigte sich bereits die Wirkung des strammen Gegenwindes. Schon war der Spruch zu hören: „Beim Berg ist wenigstens irgendwann einmal Schluss!“.
Ab dem „Rysumer Nacken“ ging es dann seeseitig der Deichkrone durch Naturschutzgebiete bis zum Sperrwerk Leysiel. Ohne Theo hätten die Radler diese Streckenführung bestimmt nicht gewählt und damit interessante Ausblicke verpasst.
Am „Pilsumer Leuchtturm“ wurde eine kurze Rast eingelegt, da Materialschäden zu beheben waren. Der Leuchtturm wird im Volksmund auch „Otto-Leuchtturm“ genannt. Es wurden hier Szenen eines Otto-Films gedreht.
Route auf der Seeseite der Deichkrone. Wenn bloß der Wind nicht wäre!!Passend zur Mittagszeit war man in Greetsiel, einem der wohl bekanntesten Orte an der Küste. Die Radler stärkten sich mit einem leckeren Fischgericht, um nach der Pause vorbei an der „Leybucht“ bis zum nördlichsten Punkt der Strecke nach Norddeich zu radeln. Dabei zeigte Theo einen besonderen Stein, den „Siegmar Gabriel Gedenkstein“. Der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen war 2001 aus Anlass des Zusammenschlusses des neuen Deiches von Leysiel und der alten Deichlinie in Leybuchtpolder.
In Norddeich angekommen konnten die Teilnehmer bei dem schönen Wetter sogar die Inseln Juist und Norderney sehen. Bei einigen kamen Erinnerungen an die Jugendzeit (?) auf, als man am Musikschuppen „Meta“ vorbeifuhr. Laut Theo hatte sogar Howard Carpendale hier einige Auftritte, wovon er jetzt allerdings nichts mehr wissen will.
Für den Rückweg hatte Theo verkehrsarme Straße ausgesucht. Es ging vornehmlich durch kleinere Orte und in südliche Richtung. Die Radler kamen somit in den Genuss des Rückenwindes und entsprechend schnell waren die rd. 65 Kilometer abgespult. Kurz vor Marienhafe ein weiterer Hinweis vom Fremdenführer Theo: „Dort in der Kirche wurde dem Seeräuber Klaus Störtebecker Unterschlupf gewährt. Er wurde von der Bevölkerung u.a. auch deshalb unterstützt, weil er eine Tochter des friesischen HäuptlingsKeno ten Brokegeheiratet haben soll.“
Der „Otto-Leuchtturm“ von Pilsum.Pünktlich erreichte man Hinte und genoss in der schönen Mühle bei „Windstille“ auf ostfriesische Art „Tee und Kuchen“.
Der Tag klang mit einem Essen im Hotel Novum aus. Leicht ist zu erraten, was bei den meisten Radlern auf dem Teller war. Fisch ohne Ende!!
 
Sonntag, 10.04.2011

Stationen KM HM Fahrzeit
Hinte, Emden, Borssum, Uphuser- und Bansmeer, Riepe, Siemonswolde, Ihlow, Westgroßefehn, Mitte- u. Ostgroßefehn, Holtrop, Ihlower Forst, Fahne, Barstede, Bedekaspel, Großes Meer, Tütelborg, Suurhusen, Hinte 103 117 03:53:27

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Monika Helmich und Dirk Conrad beim „Windstärketest“.Nach dem doch anstrengenden Vortag wollte man die „Große Ossi Mühlentour“ relativ gemütlich angehen. Die Vorzeichen waren bei strahlend blauem Himmel und Windstille auch gut.
Theo führte die Radler zuerst durch die Innenstadt von Emden mit einem Stopp am „Otto-Huus“. Hier hatte man auch einen Blick auf das wunderschöne Rathaus und den Binnenhafen. Dann ging es durch den Industriehafen an die Ems und weiter ins Landesinnere. Um auf entsprechende Höhenmeter zu kommen, querte man mehrfach die A31. Zwischenziel war ein vom Heimatverein zum Museum umgebautes Bauernhaus in Westgroßefehn. Es liegt am „Fehntjer Tief“ und kann von Gästen auch mit dem Schiff „MS Marion“ angesteuert werden.
Nach einer kurzen Rast ging es dann weiter auf der „Deutschen Fehnroute“ mit den für die Gegend typischen Orten. Die Häuser sind wie an einer Schnur aufgereiht und liegen direkt an der am Kanal verlaufenden Straße.
Und immer wieder ging es vorbei an gut erhaltenen Mühlen, u.a. auch an der von Otto Waalkes.
Der Vorschlag von Theo, im kleinen Ort Fahne eine Rast bei „Theo Janssen“ einzulegen, wurde dankend angenommen. Hier gab es so leckere Fischbrötchen, dass einige Radler gleich mehrmals zur Theke gingen.
Gut gestärkt wurden die letzten Kilometer vorbei am „Großen Meer“ bis nach Suurhusen in Angriff genommen. Bis dorthin galt es aber auch Teilstücke zu bewältigen, die an die Kopfsteinpflasterpassagen von „Paris – Roubaix“ erinnern. Aber alles verlief ohne Materialschaden.
Monika, Theo und Detlef: „Ja wann kommen sie denn endlich?“Die Besonderheit von Suurhusen ist die Kirche mit dem „schiefen Turm“. Er hat einen Überhang von 2,34 Meter und ist im Guinness Buch der Rekorde aufgeführt.
Im Schatten der Kirche wurde ein letzter Cappuccino und die von Elisabeth Voltz gebackene „Engadiner Nusstorte“ genossen, um dann die letzten Kilometer abzustrampeln.
In Hinte angekommen, bedankte sich Axel bei Theo für die hervorragende Führung durch die ostfriesische Landschaft und bei den Teilnehmern für die hervorragende Gemeinschaft.

Typisch ostfriesisch! Sonntagsidylle in Hinte am „Knocker Tief“ Der THC-Express rollt. Der “schiefe Turm” von Suurhusen

 

Die Zwillingsmühlen von Greetsiel Wer kennt sie nicht? Die Armada der Krabbenkutter im Hafen von Greetsiel. Die Frühjahrsroller des THC haben das Zwischenziel Norddeich erreicht.
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