Das "Jura-Team" mit Detlev Lammers, Hans-Hermann Koch, Christopher Kielbassa, Peter Ender und Willy Messer (v.r.)Die THCler Peter Ender, Hans-Hermann Koch und Detlev Lammers hatten jetzt eine Radsportwoche der besonderen Art. Zusammen mit den befreundeten Radsportlern Christopher Kielbasse und Willy Messer aus Bad Dürkheim waren sie im „Französischen Jura (Aix-Les-Bains)“ und haben dort fleißig Höhenmeter gesammelt.
Nach einer Idee von Christopher, den die THCler aus dem „Toskana-Trainingslager“ kennen, wurden die Touren von Friedel Meyer ausgearbeitet. Der konnte aber leider nicht teilnehmen, da er sich eine Woche vor Beginn des Radurlaubs das Schlüsselbein gebrochen hatte.

Die Planung der Radsportwoche sah wie folgt aus:
Tour Pässe KM HM       Ø %
1.0 Grand Colombier - Col de la Biche - Col de Clergeon - Col de Cessens 182,0      4.407   2,4
2.0 Col de la Cluse - Mont Revard - Col de Plainpalais - Col des Prés - Col du Frene - Col de Marocaz 134,0      3.097   2,3
3.0 Col de l épine - Col de la Crusille - Col de Fosses - Col de Portes - Col du Chat 194,0      4.260   2,2
4.0 Col du Granier - Col du Cucheron - Col du Coq - Col de Marcieu 139,0      2.923   2,1
5.0 Col de Champ Laurent - Col du Grand Coucheron - Col de la Madeleine 141,0      3.427   2,4
6.0 Col de Leschaux - Crét de Châtillon - Col de Plainpalais - Mont Revard  - Col de la Cluse 131,0      3.171   2,4
gesamt   921,0 21.285 2,3



Peter ist startklar für den Einstieg in die TourEin wunderbarer Ausblick auf den Lac du Bourget.Am 17.05. um 03:00 Uhr ging es los und nach rd. 12 Stunden problemloser Anreise war man am Ziel. Die Pfälzer trafen etwas später ein, aber noch pünktlich zu einer lockeren Einführungsrunde. Bei herrlichem Wetter radelte man sich die Beine locker und hatte schon 38,5 km mit 685 HM auf dem Tacho. Ein erster Eindruck von der wunderschönen Landschaft wurde dabei gewonnen. Auch die Erkenntnis, dass die langen Touren mit 182 bzw. 194 km bei dem Streckenprofil nicht realisierbar sind. Schließlich wollte man die Woche und auch das schöne Hotel mit Halbpension genießen.








Sonntag, Tour 1.0
Informationen, die das Radlerherz höher schlagen lassen!Eine Stärkung vor dem Anstieg ist angebrachtAls erste große Herausforderung stand der „Grand Colombier – 1.525 m“ auf dem Programm. Zunächst ging es leicht wellig entlang des „Lac du Bourget“ mit toller Aussicht auf Aix-Les-Bains und Umgebung. Ab dem Ort Culoz war dann „Schluss mit lustig“, der Anstieg von 18 km mit rd. 1.310 HM stand an. Eine kleine Stärkung zu dem Zeitpunkt war daher angebracht.
Die erste Hälfte des Anstiegs mit im Durchschnitt 8.4% Steigung war sehr anstrengend und auch noch ungewohnt, zumal in der prallen Sonne. Rampen im zweistelligen Bereich kosteten „Körner und Zeit“. Nach einer schönen Abfahrt kam dann der „Col de la Biche – 1.325 m“ mit weiteren 610 HM. Im Tal angekommen fand die Gruppe einen kleinen „Tante-Emma-Laden“, in dem mit Baguette, Wurst und Käse die Energiespeicher aufgefüllt wurden.
Da die Zeit doch schon sehr fortgeschritten war teilte man sich für den Rückweg auf. Nicht alle wollten die noch geplanten Anstiege in Angriff nehmen, die gefahrenen 144 km mit 3.150 HM reichten aus.






Montag, Tour 2.0
Für den Ausblick lohnt die Fahrt auf den „Mont Revard“Blick auf die schneebedeckte „Mont Blanc-Region“Warmfahren stand nicht großartig auf dem Programm, bereits ab Aix-Les-Bains ging es in östlicher Richtung bergan. Der Anstieg zum „Mont Revard 1.473 m“ wurde bei gutem Wetter mit angenehmen Temperaturen genommen. Belohnt wurde der Anstieg  (20 km / 1.290 HM) mit einem spektakulären Blick auf den „Lac du Bourget“ und Aix-Les-Bains auf der einen und den schneebedeckten Alpengipfeln auf der anderen Seite.
Nach dem „Col de Plainpalais – 1.173 m“ freuten sich alle auf eine Stärkung in Form einer Lasagne. Dabei wurde dann auch die weitere Vorgehensweise besprochen. Hans-Hermann nutzte nach den Anstrengungen des Vortages die Möglichkeit der Abkürzung, während Christopher, Detlev und Willy mit dem „Col de Prés – 1.135 m“, dem „Col du Frene – 950 m“ und dem „Col de Marocaz – 958 m“ noch fleißig Höhenmeter sammelten und somit das Plansoll erfüllten.


Dienstag, Tour 3.0
Rustikal, aber Hauptsache es schmeckt!Wohlverdiente Ruhe nach einem anstrengenden Tag.Die Beine hatten sich inzwischen an die Anstrengungen gewöhnt. Trotzdem war man sich einig, nicht die geplanten 5 „Cols“ in Angriff zu nehmen. So ersparte man sich den steilen Anstieg auf den „Col du Chat“ und wählte die kürzere Variante über den nicht so hohen „Mont du Chat“. Trotzdem kamen wieder 157 km mit 2.950 HM zusammen und man war froh, wieder einen kleinen Laden gefunden zu haben, um sich für ein „Straßen-Picknick“ mit Brot, Käse und Schinken einzudecken. Erst kurz vor 20:00 Uhr erreichte man ziemlich geschafft das Hotel. Auf dem Programm standen jetzt nur noch Lockerungsübungen und Energiespeicher auffüllen!








Mittwoch, Tour 4.0
Radsport von seiner schönsten SeiteTechnik (?) im Naturpark „Chartreuse“Die erste Herausforderung, der „Col du Granier – 1.134 m“ liegt an der landschaftlich sehr eindrucksvollen „Chartreuse-Pässestraße“, die von Chambery nach Grenoble führt. Die Region ist auch ein beliebtes Wandergebiet, und so hatte man keine Probleme mit der Verpflegung. Bereits im Gipfelrestaurant gab es das erste „süß Stückle“.
Die Abfahrt führte durch eine sehenswerte Schlucht bis ins Tal nach St. Pierre d’Entremont und man hatte wieder schöne Aussichten auf die umliegenden Berge.
Nach dem eher gemäßigten Anstieg zum „Col de Cucheron – 1.140 m“ kam mit dem „Col du Coq – 1.434 m“ erneut ein schwieriger Abschnitt. Ca. 2 km waren bei teilweise deutlich über 10 Prozent ein echter Prüfstein, maximal wurden 15 - 16 Prozent (!!) erreicht. Aber die Abfahrt ins „Isère-Tal“, sowie die sich anschließende Höhenstraße entschädigten für die Quälerei. Der „Col de Marcieu – 1.060 m“ war für die Gruppe nur noch ein „kleiner Sandhaufen“.
Im Hotel angekommen standen 141 km mit 3.112 HM auf dem Tacho.


Donnerstag, Tour 5.0
Hängebrücke über den „Canyon du Chéran“Christopher und Willy suchen den Anschluss an DetlevSchlechteres Wetter ist angesagt, daher wird kurzfristig umdisponiert und es geht in Richtung Annecy. Beeindruckend ist die Anfahrt zum „Crêt de Châtillon – 1.699 m“, dem höchsten Pass in der „Montagne de Semnoz“. Es geht über eine alte Hängebrücke, die den „Canyon du Chéran“ überspannt.
Auf dem Pass angekommen setzt der Regen ein, nach den schönen Vortagen ein ungewohntes Gefühl für die Radler. Man entscheidet sich für die direkte Rückfahrt zum Hotel. Sicherlich eine richtige Entscheidung, denn am letzten Tag soll mit dem „Col de la Madeleine“ noch das Highlight der Tour kommen.




Freitag, Tour 6.0
Zum Glück ist der Pass für die Radler schneefreiPassend zum Höhepunkt der Frankreich-Woche ist das Wetter wieder gut. Lt. Hans-Hermann sind auch „die Beine gut und der Rhythmus mit dem ständigen rauf und runter passt“.
Die ersten Anstiege „Col de Champ Laurent – 1.110 m“ und „Col du Grand Coucheron – 1.188 m“ dienen zur Aufwärmung. Nach 55 Kilometer hat man La Chambre erreicht, es ist der südliche Einstieg in den Tour-de France-Pass „Col de la Madeleine – 1.993 m“. Zum Glück ist der Pass seit 3 Tagen offen und die „Qual“ kann beginnen.
Eine durchschnittliche Steigung von 7,8 Prozent erwartet die Radler. Bereits auf den ersten Kilometern werden auf mehreren Rampen auch zweistellige Werte erreicht. Bei Kilometer 12 erreichen die Radler den Retorten-Skiort St.-Francois-de-Longchamps. Ab da ist die Passhöhe immer im Blick. Die Straße schlängelt sich über baumlose Felder in Richtung Gipfel. Oben angekommen sind Detlev und Hans-Hermann happy, sie haben den ersten Alpenpass bezwungen und werden noch mit einem herrlichen Blick auf den „Mont Blanc“ belohnt.
Hans-Hermann undDetlev am Ziel ihrer Träume, auf dem Pass "Col de la Madeleine"

Die 26 km lange Abfahrt, sowie die restlichen 35 km zurück zum Startort sind zwar auch mühevoll, aber die Euphorie über das Erreichte drängt alle Anstrengungen in den Hintergrund.
Das „Höhen-Trainingslager“ in den französischen Voralpen wird den Jungs noch lange in Erinnerung bleiben, der Standort Aix-Les-Bains ist aus ihrer Sicht sehr zu empfehlen. Auch wenn die Tourenvorschläge nicht ganz umgesetzt werden konnten, so haben die 3 THC-Radsportler Detlev, Hans-Hermann und Peter zusammen doch beachtliche Werte erreicht:
Gefahrene Kilometer = 2.250, Höhenmeter = 48.000!!!!!
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