Frank in der Region, in der er sich wohlfühltb_400_300_16777215_00_images_Radsport_2014_Endura_6.jpgEine Frage, die sich bei Frank Denzol vom THC Westerkappeln nicht stellt. Er ist ein ausgesprochener Langstreckenspezialist und hat dies schon mehrfach unter Beweis gestellt, u.a. durch mehrmalige Teilnahmen am „Ötztaler Radmarathon – 223 km“ und „Alb-Extrem – 260 km“. Wenn eine lange Strecke dann noch gespickt ist mit Pässen, dann ist Frank in seinem Element.
Der „ENDURA Alpen-Traum“ sollte als Rennen der Höhepunkt in seinem Radsportjahr sein, da er aufgrund eines Sturzes beim Rennen „Rund um Steinfurt“ seine Jahresplanung umstellen musste.
So machte er sich auf den Weg gen Süden um am 13.09. in Sonthofen am Start zu stehen. 252 Kilometer mit 6.078 Höhenmetern standen für die Teilnehmer auf dem Programm, wahrlich eine harte Prüfung und Abenteuer zugleich.
Bei dem Event wird lt. Frank der Traum eines jeden Rennradfahrers wahr: An einem Tag über die gesamte Breite der Alpen. Von Sonthofen im Allgäu über Landeck in Tirol nach Sulden im Vinschgau, von Deutschland über Österreich nach Italien!
 
Selbst im Anstieg hoch konzentriertVon Sonthofen aus ging es gleich auf den „Oberjochpass – 1.155 m“, die ersten 412 Höhenmeter waren mit einer Maximalsteigung von 7 Prozent ein lockeres Aufwärmprogramm. Eine Flachpassage durch das „Tannheimer Tal“ führte zum „Gaichtpass – 1.060 m“ und dann mit einer moderaten Abfahrt ins Lechtal. Zwischen den „Allgäuer und Lechtaler Alpen“ ging es dann rd. 16 Kilometer fast flach am Lech entlang bis zum „Bschlaber Tal“. Hier war dann Schluss mit lustig. Beim Anstieg zum „Hahntennjoch – 1.894 m“ wurde es erstmals richtig steil mit Rampen bis zu 15 Prozent.
Nach einer rasanten Abfahrt nach Imst ging es dann weiter durch das Inntal nach Landeck. Hier hatten die Teilnehmer zwar bereits 100 Kilometer zurückgelegt, aber der schwierigste Teil mit 4 heftigen Anstiegen lag noch vor ihnen.
Die „Pillerhöhe – 1.559 m“ und der „Reschenpass – 1.507 m“ standen als nächstes auf dem Programm, zwei eher noch gemächliche Anstiege, wobei die „Pillerhöhe“ mit Spitzenwerten von 19 Prozent ganz schön in die Beine ging.
Vorbei am traumhaft gelegenen Reschensee ging es auf einer schönen Abfahrt bis nach Laatsch im Obervinschgau und weiter durch das Münstertal nach Santa Maria. Hier hatten die Teilnehmer bereits rd. 200 Kilometer in den Beinen und der sprichwörtliche Höhepunkt stand ihnen noch bevor. Direkt nach dem Ort waren sie im Anstieg zum „Stilfser Joch – 2.757 m“, einem der höchstgelegenen Pässe in den Alpen. Auf rd. 17 Kilometern waren 1.354 Höhenmeter zu überwinden, und das mit Rampen bis zu 16 Prozent. Oben angekommen befand man sich schon in der Schneeregion der „Ortlergruppe“. Jetzt begann eine Abfahrt, die wohl zu den spektakulärsten in Europa zählt. Über 48 Kehren ging es rd. 18 Kilometer steil bergab. Auf der Abfahrt galt es die Beine locker zu halten, denn erst in Gomagoi begann das Finale der Tour. Der Schlussanstieg nach Sulden am Ortler (1.900 m) hatte noch eine Länge von 7,9 Kilometer auf denen die letzten 530 Höhenmeter zu bewältigen waren.
Geschafft, Zieleinlauf in SuldenNach der Zieldurchfahrt war Frank glücklich und zufrieden. Auch wenn er viele Radmarathons und Rennen bestreitet, waren die Länge der Strecke und die 6 kräfteraubenden Anstiege doch eine extreme Herausforderung für den Bankkaufmann aus Mettingen.
Zum Glück war die Wettersituation ansprechend und nach dem Regen am Vortag trockneten die Straßen recht schnell ab. So wurden die Abfahrten nicht zum Risiko und entlohnten für die mühevollen Anstiege.
Frank kam nach 10:09 Stunden (Fahrzeit 09:58 Std.) ins Ziel und belegte den 40. Platz von insgesamt 375 Startern. In seiner Altersklasse kam er auf den sehr guten 10. Rang.
Zu dem Ergebnis kann man Frank nur gratulieren!
 
Eine Wiederholung ist lt. Frank nicht ausgeschlossen. Er ist ein motivierender Sportler und vielleicht sind im nächsten Jahr dann auch weitere THCler in Sonthofen am Start.
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