05:30 am Start A, ein Traum !Der letzte Sonntag im Juni ist in der Radsportszene immer ein besonderer Tag. Dann wird der kleine Ort Ottenbach auf der Schwäbischen Alb zum Mekka für Radler.
Ottenbach mit seinen rd. 2.500 Einwohnern und der ausrichtende Verein MRSC Ottenbach waren auch jetzt wieder Gastgeber und Veranstalter des Radsportklassikers „Alb-Extrem“ mit knapp 3.000 Sportlern.
Unter den Startern waren mit Jürgen Igelbrink und Friedel Meyer auch zwei THCler. Für sie war es nicht die erste Teilnahme auf der Alb. Bereits mehrfach hatten sie sich den Strapazen ausgesetzt und über die Berge der Schwäbischen Alb gequält.Wer das nicht genießen kann sollte nicht teilnehmen!
Aber beide waren auch nach der diesjährigen Tour der Ansicht, dass man die Anstiege gut verkraftet, wenn man sich durch ein entsprechendes Training vorbereitet. Und das haben die THCler gemacht, nicht nur durch gezieltes Training auf der „Mittwochrunde am Hagenberg“, sondern auch durch die Absolvierung etlicher RTFs in der Heimat.

Bei der Veranstaltung gab es in diesem Jahr zwei Neuerungen, es wurde eine weitere, kürzere Strecke (165 km) angeboten und die langen Strecken (202, 265 u. 305 km) gingen mehr in den südlichen Bereich der Schwäbischen Alb, u.a. auf die „Hohe Alb“. Der Name war Programm, denn durch die neuen Strecken kamen mehr Höhenmeter zusammen als in den Vorjahren.
Für Jürgen und Friedel war das neue Streckenangebot natürlich kein Thema, beide entschieden sich für die 265er-Schleife mit 5.330 Höhenmetern. Was sie besonders freute, war die Fahrt durch eine für sie noch unbekannte Landschaft mit heftigen Anstiegen bis 18 Prozent.
Insgesamt waren es 26 nennenswerte Deutlicher sind 5.330 Höhenmeter nicht darzustellen.Anstiege, die alle deutlich über 10 Prozent aufwiesen und teilweise länger als 3 Kilometer waren. Je mehr Kilometer die Radler in den Beinen hatten, je häufiger mussten sie mit dem inneren Schweinehund kämpfen. Bei Jürgen und Friedel stand dabei der Sieger aber immer schon fest, der Schweinehund war es nicht!

Kurze Erholungsphasen gab es natürlich auch. Auf der 265er-Schleife kamen die Sportler in den Genuss von 6 Verpflegungsstellen (Laben), auf denen fast alles geboten wurde. Nicht ohne Grund enthielt Friedels Kommentar zur Tour den Satz: „Die Tour ist mit einer Durchschnittssteigung von 2% (Vj. 1,7%) wirklich hart und kein „Ponyreiten“, aber bei der Versorgung kann man auch von Gourmetradeln sprechen!“.
Aber nicht nur für das leibliche Wohl der Radsportler sorgten über 300 Helfer (!!), auch bei einem Materialschaden wurde geholfen. An jeder Verpflegungsstelle waren Zweiradmechaniker im Einsatz, deren Hilfe mussten Jürgen und Friedel aber nicht in Anspruch nehmen.Der legendäre Nusskuchen
Aber einen anderen Service nimmt Friedel seit Jahren in Anspruch. Seine Fahrtaktik ist immer so ausgerichtet, dass er bis zur 5. Labe in Bad Ditzenbach einen gewissen Zeitvorsprung herausfährt. Und den nutzt er dann für eine ausgiebige Massage!

Die Pferdewiese, der letzte Anstieg wirkt sogar motivierend!Danach konnten selbst der legendäre „Hexensattel (15%)“, die „Stöttener Steige (17%)“ und der letzte Anstieg durch die Pferdewiese hoch zum „Birkhof (13%)“ den Tageserfolg nicht mehr verhindern.
Jürgen und Friedel genossen nach dem Zieleinlauf bei „stromfreien Weizen und Maultaschen“ noch die gute Atmosphäre auf dem Festzelt, bevor es dann zur Einleitung der erforderlichen Regeneration ins Hotel ging.

Die THCler Jürgen Igelbrink (l.) und Friedel Meyer im ZielNach 2 Tagen der Erholung zogen beide beim Mittwochtraining das Fazit:
„Auf die Alb kann jeder fahren, aber den „Alb-Extrem“ schafft nicht jeder! Wenn wir uns so verkauft hätten wie die DFB-Elf, dann wären wir nicht einmal bis zur 2. Labe gekommen. Hoffentlich wird für die Helden jetzt eine gute Reha geplant und auch durchgeführt und jeder bekommt dafür ein leistungsstarkes E-Bike.“
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