Jürgen (li.) und Friedel haben den „Jaufenpass“ bewältigt.Die THCler Jürgen Rottmann und Friedel Meyer hatten in diesem Jahr ein besonderes Ziel, und das war betitelt mit „Ötztaler und Bergamasker Alpengiro“.
Gebucht hatten sie diese siebentägige Etappenfahrt bei Quäldich.de, einem unter Radsportlern bekannten Anbieter von Touren mit sportlichem Streckenprofil.
Das Motto des Veranstalters:
Die schönsten Landschaften und Pässe Europas im Rennsattel erleben!

Jürgen und Friedel hatten die Reiseunterlagen intensiv studiert und wussten somit genau was auf sie zukam.
Nachstehend die Pässe, die in Österreich und Italien zu bezwingen waren:
Brennerpass (1.374 m), Jaufenpass (2.094 m), Gampenjoch (1.518 m), Passo Campo Carlo Magno (1.682 m), Passo di Croce Domini (1.892 m), Passo del Vivione (1.828 m), Passo di Gavia (2.621 m), Stilfser Joch (2.757 m), Timmelsjoch (2.491 m), Kühtai (2.017 m)
Zwangspause für Friedel im Anstieg zum „Passo di Croce Domini“.Entsprechend den gestellten Anforderungen bereiteten sie sich durch gezieltes Training auf die Tour vor. Ein großes Thema war dabei das Trainingsprogramm „K3 – Kraft am Berg“!

Jürgen kurz vor der Passhöhe.Startort der Tour war Innsbruck, hier trafen sich die 29 Teilnehmer, die zum größten Teil aus allen Gegenden Deutschlands kamen. Aber auch 4 Schweizer gehörten zur Gruppe. Komplettiert wurde das Team durch 3 Guides und einem Betreuer (Begleitfahrzeug).
Schaut man sich auf der Karte die Lage der Pässe an, kann man den Routenverlauf erahnen. Die Teilnehmer durchfuhren die Regionen Tirol, Südtirol, Trentino und die Lombardei.

Jürgen hatte ein ganz besonderes Ziel. Nachdem er vor Jahren beim Ötztaler Radmarathon witterungsbedingt das „Stilfser Joch“ nicht erobern konnte, sollte das für ihn sprichwörtlich der Höhepunkt der Tour werden. Aber vorher konnte er sich an den anderen Pässen „abarbeiten“.
Für Friedel waren nur die Pässe „Gampenjoch“ und „Passo Campo Carlo Magno“ neu, die er seiner Palmarès hinzufügen wollte. Für ihn stand vornehmlich der Genuss der Landschaften im Vordergrund, und da gab es bei der Tour kein Mangel bei den vielen zu durchfahrenden Tälern.

Das Bild kennt jeder Radsportler, die 48 Kehren des „Stelvio“Die Teilnehmer konnten sich gemäß ihrem Leistungsvermögen einer der drei Gruppen anschließen, die kompetent geführt wurden. Da Friedel viele Jahre als Guide tätig war, bildete er teilweise eine weitere Gruppe (1 b!!). Dadurch wurde es in der Durchführung der Touren für die Radler noch individueller. Markenzeichen dieser Gruppe waren ausgedehntere (Cappuccino-) Pausen und Zusatzziele!
So kann der Tag beginnen. Blick von Hochgurgl auf die „Ötztaler Alpen“Bei sieben Etappen kann man nicht davon ausgehen, dass alles reibungslos und vor allem pannenfrei verläuft. So hatten auch die THCler etwas Pech.
Jürgen hatte bereits recht früh einen Riss in der Felge zu beklagen mit der Folge, dass sein hinteres Laufrad alles andere als rund lief. Aber hier zeigte sich die gute Betreuung. Guide Klaus lieh im sein 2. Laufrad, baute es kurz um und schon konnte Jürgen locker weiterradeln. Die Tour war für ihn zum Glück gerettet.
Friedel hatte Pech im Anstieg zum „Passo di Croce Domini“. Kurz nach dem Einstieg am „Lago di Idro“ gab es einen kräftigen Knall. Die Ursache war klar, ein kleiner Stein hatte die Reifenflanke aufgeschlitzt und der Schlauch hatte einen „knallenden“ Weg gefunden. Da kein Ersatzmantel in der Nähe war, suchte Friedel die Lösung mit einem „Euroschein“. Das ging bis zur Pause in Bagolino recht gut, aber da wurde am Begleitfahrzeug der Mantel (hatte er natürlich dabei!) gewechselt und in der Abfahrt zum Etappenort Darfo Boario Terme spielten Angstgefühle keine Rolle.
Zum Glück waren das bei der doch langen Tour die einzigen Pannen der THCler.

Auf der Tour war alles andere durch angepasste Fahrweise steuerbar (!), der Schweiß ließ sich bei Temperaturen von 30° aber nicht vermeiden.
Alle anderen Sachen waren positiv, die Hotels erfüllten die Erwartungen der Teilnehmer und das Wetter war unbeschreiblich gut. Lediglich der Anstieg zum „Passo di Gavia“ wurde teilweise im Nebel genommen.

Jürgen und Friedel haben in dieser Woche viel erlebt, was sie sicherlich noch eine gehörige Zeit beschäftigen wird. Aber ihre Ziele haben sie erreicht!
Jürgen hat mit dem Rad das „Stilfser Joch“ bezwungen und Friedel kann seine Palmarès um zwei Pässe erweitern.
Friedel (li.) und Jürgen vor der letzten Abfahrt vom „Kühtai“ ins Ziel. Geschafft! Ach ja, die Gesamtleistung soll nicht verschwiegen werden: In sieben Tagen haben die THCler 726 Kilometer mit 16.650 Höhenmeter zurückgelegt.
Fazit: Das Training hat sich gelohnt!
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