Die THCler Jürgen Rottmann, Detlev Lammers, Frank Denzol u. Friedel Meyer (v.r.) mit Martin Hansjürgens kurz vor dem Start.Große Radsportveranstaltungen in den Alpen wie den „Ötzi“, „Dreiländergiro“ oder „Dolomiti“ kennt fast jeder Radsportler, beim „Krusnoton“ sieht man bei ihnen aber buchstäblich ein Fragezeichen in den Augen.
Eine Hochebene bei Cinovec (Zinnwald), dem Grenzübergang zu Deutschland.Die Veranstaltung in Teplice (CZ) gibt es seit 2010 mit einem Streckenangebot von 110 (1.500 HM), 180 (3.500 HM) und 250 (4.900 HM) Kilometern. Es ist die größte Breitensportveranstaltung in Tschechien und deckt das Gebiet zwischen dem Erzgebirge und dem Böhmischen Mittelgebirge ab.

Im letzten Jahr haben vom THC Westerkappeln Ralf Kaminski, Friedel Meyer und Jürgen Rottmann die große Schleife erfolgreich absolviert. Mit ihren Schilderungen konnten sie in diesem Jahr auch Frank Denzol, Insa Groß, Karl-Heinz Kölling, Detlev Lammers und Thorsten Reichelt zur Teilnahme motivieren. Die Gruppe wurde komplettiert durch die Radler Andre Dühnen und Robert Hülsmann (RSG Steinbeck), Martin Hansjürgens (Marathon Ibbenbüren) und Christoph Wiehenkamp (TV Neuenkirchen-Melle).

Das war es, das Gewitter mit Platzregen gibt Jürgen, Detlev und Friedel (v.r.) den Rest! Die Sportler hatten für die Tour unterschiedliche Strategien, Insa und Karl-Heinz waren beruflich bedingt einen Tag später angereist und entschieden sich für die 180er-Schleife mit dem Start um 10:00 Uhr. Die anderen gingen Samstag pünktlich um 07:00 Uhr bei fetziger Musik und mit dem Applaus vieler Zuschauer auf die lange Strecke.
Frank, Thorsten, Andre und Robert postierten sich gleich hinter dem Führungsfahrzeug, denn sie wollten die Sache im Renntempo angehen. Detlev, Jürgen und Friedel hatten nur ein Ziel; gemeinsam die Strecke meistern und im Zeitlimit (19:30 Uhr) bleiben. Ihnen schloss sich Christoph an. Martin wählte von Anfang an sein Tempo und war sozusagen ein Solist.

Für die Spitzenfahrer waren die ersten rd. 50 Kilometer lt. Frank recht kurzweilig. Direkt hinter dem Führungsfahrzeug wurden Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreicht. Aber der erste kräftige Anstieg hinter Jilhove sprengte das Feld und es bildeten sich einzelne Gruppen. Frank konnte hier noch mithalten, aber das auch nur noch bis kurz vor der zweiten Verpflegungsstelle in Cinovec (Zinnwald). Ab dort ging es für ihn etwas gemäßigter weiter und an der dritten Verpflegungsstelle am Flajer-Stausee fuhr Andre zu ihm auf. Den Rest der Tour meisterten sie dann gemeinsam und kamen zeitgleich mit einer erreichten Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,5 km/h ins Ziel. Das gereichte Essen und alkoholfreie Bier hatten sie sich redlich verdient. Thorsten und Robert kamen etwas später als Solisten ins Ziel.

Bei Christoph, Detlev, Friedel und Jürgen lief es leider nicht so rund. Der Grund war vielschichtig. Zuerst hatte Jürgen eine Panne und beim Stopp waren gleich zwei Schlauchwechsel erforderlich. Kurz danach, und nur einen Kilometer vor der Verpflegungsstation in Cinovec (Zinnwald), wurden sie von einem kräftigen Gewitter mit Regen überrascht. Die Pechvögel suchten Schutz unter Bäumen und fällten dann einstimmig den Beschluss, sich aus dem Rennen zu nehmen. Um nicht das Risiko einer schnellen Abfahrt nach Dubi bei nasser Straße einzugehen, legten sie eine Rast im „Gasthof Zinnwald“ ein. Nach einem leckeren Essen und stromfreien „Budweiser Budwar“ sah die Welt schon wieder besser aus. Der Himmel war blau, die Trikots wieder trocken und so konnten die drei THCler die acht Kilometer lange Abfahrt nicht unter 60 km/h genießen.
Auch wenn es nicht so aussieht, in der Beurteilung waren sich Jürgen, Detlev u. Friedel (v.l.) einig. Es war super!Ab dem Stausee ging es dann mit individueller Streckenführung und einer Cappu-Pause in Bìlina ins Ziel. Nach 177 Kilometern hatten auch sie Speis und Trank verdient.

Insa Groß war nach der Siegerehrung sichtlich überrascht.Insa und Karl-Heinz meisterten gemeinsam die 180er-Schleife. Im Ziel angekommen waren sie sich einig in der Beurteilung der Tour, „es war ein ganz schön harter Brocken.“ Dieser Meinung schlossen sich im Zielbereich alle THCler an und während man die gemachten Erfahrungen austauschte, kam dann die Überraschung. Insa wurde zur Siegerehrung aufgerufen, sie hatte in ihrer Wertungsklasse den 2. Platz belegt. Der Jubel ihrer Sportkameraden war entsprechend groß als sie mit Blumen und Geschenken das Stockerl verließ.
Völkerverständigung! Friedel trifft mit Ladislava (Slatka) Antalovà (l.) und ihrer „Sportmama“ Mitstreiterinnen aus dem Vorjahr. Ein würdiger Abschluss der Veranstaltung und fast alle waren sich einig, es war nicht der letzte Besuch in Teplice.
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