Die THCler Martin Loreck (re.) und Friedel Meyer an der K 3.Es hört sich maritim an, ist aber die Radtourenfahrt (RTF) „16 Talsperrenrundfahrt“ des Ski-Clubs Gevelsberg.
Mittwochs gibt Wolfgang Koch als RTF-Wart der Radsportabteilung den Sportlern immer Informationen über Wochenendveranstaltungen im näheren Umfeld.
Da am letzten Wochenende nichts anstand, hatte sich der THCler Martin Loreck kurzfristig entschieden, das verkehrsgünstig an der BAB 1 gelegene Gevelsberg anzusteuern. Von der Idee war auch Friedel Meyer angetan, und so machten sich beide nach einer recht günstigen Wetterprognose auf den Weg.
Die Überraschung kam auf der Hinfahrt im Raum Münster, es schüttete wie aus Kübeln. Aber unbeeindruckt setzten sie die Fahrt fort und erreichten den Startort bei nur leicht bewölktem Himmel. Es musste aber auch hier stark geregnet haben, denn die Straßen waren nass und die Beteiligung sicherlich bedingt dadurch recht mau.
Fahrt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, hier an der „Bevertalsperre“.
Nach einer kurzen Stärkung machten Martin und Friedel sich auf den Weg. Ihr Ziel war klar definiert, es sollte eine lockere Tour in einer unbekannten aber hoffentlich schönen Gegend werden.
Die THCler waren zwar in „Anschlag“, aber nie am „Anschlag“.Bis zur ersten Verpflegungsstation in Herbringhausen kam keine rechte Freude auf, dass lag vor allem am Zustand der Straßen. Aber das änderte sich bereits auf der Abfahrt zur „Herbringhauser Talsperre“. Wie nicht anders zu vermuten bei so einer „Talsperrenrundfahrt“, ging es von einem Tal ins andere und es waren immer wieder Anstiege zu meistern. Bis zur 2. Station in Wipperfürth verlief die Strecke häufig entlang der „Wupper“. Hier traf man auf eine große Gruppe belgischer Radler aus Gent, die sich den THClern anschloss.
Die folgenden 15 Kilometer bis Marienheide wurden parallel zur „Wipper“ auf einer zum Radweg ausgebauten Bahntrasse zurückgelegt, mit rd. 1 Prozent immer leicht ansteigend und den belgischen Radlern im Rücken!

In Dannenberg waren Martin und Friedel am höchsten Punkt der Tour angekommen und in einer berauschenden Abfahrt erreichten sie dann die „Aggertalsperre“, dem Wendepunkt. Bis zum 3. Kontrollpunkt kurz vor Meinerzhagen ging es stetig bergan, für die THCler mit der freudigen Beobachtung, man hatte nur noch einen Belgier im Schlepptau.
Die Staumauer der „Ennepetalsperre“.Im ständigen bergauf und bergab ging es dann zum letzten Wasserspeicher, der „Ennepe Talsperre“. Nach einer kurzen Rast an der Staumauer mit wunderschönem Ausblick über den See und in das Tal der „Ennepe“ folgte ein ganz entspannter Teil der Tour. Die letzten 17 Kilometer ging es entlang der „Ennepe“ fast nur bergab, dass hatten sich die THCler auch verdient, denn im Ziel standen 142 Kilometer auf dem Tacho mit 2.150 Höhenmetern.

Martin auf dem einzigen Flachstück (!!), der Staumauer der „Ennepetalsperre“.  Bei einem Cappuccino zogen Martin und Friedel ein durchaus positives Fazit. Die Tour durch eine fantastische Landschaft könnte aber noch aufgewertet werden, wenn man auf dem ersten Teilstück für etwas bessere Straßenverhältnisse und insgesamt für eine bessere Verpflegung sorgen würde.