Peter, Eric, Wim und Jürgen genießen die Tour.Wenn in der näheren Umgebung keine Veranstaltungen angeboten werden, dann suchen Radsportler schon mal nach Alternativen.
Jürgen Rottmann hatte kurzentschlossen die Idee, für eine schöne Herbsttour ein Ziel in den Niederlanden anzusteuern. Mit Friedel Meyer fand er leider nur einen THC-Mitstreiter.

Friedel plante eine Route, die die zwei THCler ab Hengelo gen Westen bis Nijverdal und dort durch den „Nationaalpark Sallandse Heuvelrug“ führen sollte. Insgesamt waren 125 Kilometer geplant.
Bei der Planung fiel im auf, dass die Strecke auch durch Ootmarsum führte, die Heimatstadt von Eric Boerkamp. Den Radsportler hatte Friedel 2016 bei einer Radtour in Tecklenburg getroffen und gleich zur THC-RTF eingeladen. Zweimal war Eric daraufhin bereits mit seinen Freunden zu Gast in Westerkappeln.

Schöner geht es kaum. Eric und Jürgen auf dem Weg zum „Landgut Singraven“ an der „Dinkel“.Nach kurzer Kontaktaufnahme wurde ein Treffen in Ootmarsum vereinbart. Jürgen und Friedel fuhren mit dem Zug nach Hengelo. Dann machten sie sich auf den Weg über Deurningen und Weerselo nach Ootmarsum und bekamen gleich einen Vorgeschmack auf die für Radler ausgesprochen guten Straßenverhältnisse.
Am Ortseingang von Ootmarsum wurden sie von Eric und seinen Freunden Peter, Rene und Wim empfangen. Schnell wurde der ursprüngliche Plan verworfen, denn die Ansage von Eric war überzeugend: „Wir führen euch über die schönsten Wege durch das „Dinkelland“ und zeigen euch auch noch ein für Radsportler sehr interessantes Museum.“
Das „Dinkelland“ ist die Region direkt hinter der Grenze und nördlich von Oldenzaal. Es entstand aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Denekamp, Ootmarsum und Weerselo. Durchzogen wird das Gebiet von dem Fluss „Dinkel“, der somit auch Namensgeber ist.

Auf einsamen Feldwegen und über von Eichen gesäumten Alleen durchstreifte man eine idyllische Landschaft. Satte Wiesen und Wälder prägten das Landschaftsbild und bei Oldenzaal war sogar ein „Berg“ mit einer 7-prozentigen Steigung zu bewältigen. Für die Radler aber kein Problem und schnell hatte man das Zwischenziel, den „Kuiper-Hof“ am Nordhorn-Almelo-Kanal erreicht. Hier kam der wohl bekannteste niederländische Radsportler aus den 80er-Jahren, Henni Kuiper, zur Welt. Kuiper war Weltmeister, Olympiasieger 1972 in München und Sieger diverser hochkarätiger Rennen und Klassiker (Tour de Suisse, Paris-Roubaix, Mailand-San Remo, Flandern- und Lombardeirundfahrt). Noch heute ist er dem Radsport verbunden und u.a. bei internationalen Rennen als Sponsorenbegleiter tätig.
Beeindruckendes Ausstellungsstück im „Henni Kuiper-Museum“.Auf dem Hof hat er ein Museum eingerichtet, das seine sportliche Karriere beleuchtet. Der Besucher kann sich hier an seinen Rennrädern, Leadertrikots, Pokalen und Ehrenpreisen sowie an einer umfangreichen Bibliothek erfreuen. Die wohl eindrucksvollste Trophäe liegt in einer Vitrine, der Pflasterstein von „Paris-Roubaix“.„Alpe d´Huez“, ein von Friedel schon bezwungener Berg mit seinen berüchtigten 21 Kehren.

Nach der Besichtigung und natürlich einem „Kopje Koffie mit Appelgebak met Slagroom“ ging es für die Gruppe weiter, häufig parallel der Grenze und zurück nach Ootmarsum. Hier verabschiedeten sich Peter, Rene und Wim um familiären Pflichten nachzukommen.
Eric begleitete Jürgen und Friedel noch bis kurz nach dem Grenzübergang bei „De Lutte“ und zeigte ihnen einen schönen Schleichweg nach Bad Bentheim.
Bei der Verabschiedung war für die drei klar, es war nicht das letzte Treffen. Spätestens zur RTF des THC am 11.05. sieht man sich wieder, für Eric ist das schon ein fester Termin in der Saison 2019. Er hofft allerdings, dass man sich vielleicht schon im April im „Dinkelland“ trifft, dann aber mit ein paar mehr THClern. Jürgen und Friedel versprachen ihm die Werbetrommel zu rühren. Für beide steht allerdings schon jetzt fest, dass sie in der Region noch einmal eine Tour unternehmen.
Eric und Friedel verabschieden sich mit dem Versprechen „wie sehen uns wieder“.In Bad Bentheim verbrachten sie dann noch eine kurze Zeit in der Innenstadt, bevor es mit der Eurobahn und 141 Kilometern in den Beinen wieder in die Heimat ging.