Lohn der Anstrengung.Pfingsten ist für Radsportfreunde immer ein besonderes Fest. In Bimbach, westlich von Fulda gelegen, versammeln sich dann die Radsportler um den „Rhön-Radmarathon“ zu absolvieren.
In diesem Jahr war es eine Jubiläumsveranstaltung, denn der „RSC ´77 Bimbach“ richtete den 30. „Rhön-Radmarathon“ aus. Aus diesem Anlass gab es auch den „Rhön-Extrem3“ mit 302 Kilometern im Angebot.
Der THC war mit den Sportlern Frank Denzol, Andre Dühnen, Sascha Gies, Andre Harte, Sonja Hüls, Reinhard Jansson, Angelika u. Friedel Meyer, Thorsten Reichelt und Jürgen Rottmann vertreten. Für sie sollte im Nachhinein das Motte gelten:
„10 THCler radelten Pfingsten in Bimbach auf der Rhön,
es war verdammt anstrengend, aber auch sehr schön!“
Der Satz ist bezeichnend, aber es gab auch ein paar Besonderheiten.

Den Samstag wollten die THCler zum Einrollen nutzen. Angelika hatte sich für die 113er- und die Jungs für die 160er-Schleife entschieden.
Der RSC ´77 Bimbach hatte zum Jubiläum alle Strecken neu geplant. Die kürzeren RTF-Strecken führten durch die Region „Vogelsberg“ bis kurz vor Schotten.

Motivation oder doch eher furchteinflößend?Guten Mutes gingen die THCler früh auf die Runde und die ersten 30 Kilometer verliefen recht locker. Doch ab Ebersburg wurde es ernst, die „Hohe Rhön“ war erreicht und kräftige Anstiege standen auf dem Programm. Bis zum westlichsten Punkt kurz vor Schotten (KM 119) waren es 14 Anstiege mit teilweise zweistelligen Prozentwerten.
Aber das sollte für die THCler nicht das Problem sein, viel schlimmer war der extreme Westwind. Es gab wohl kaum einen Teilnehmer, bei dem nicht ein passender Fluch über die Lippen kam!

Nach dem Wendepunkt kam zwar mit dem „Hoherodskopf“ im Oberwald noch der längste Anstieg, aber den machte der Rückenwind zum Kinderspiel (bei jedem?).In Ilbeshausen konnten sie schon wieder lachen, Jürgen Rottmann, Sascha Gies, Andre Harte, Sonja Hüls, Frank Denzol und Friedel Meyer (v.r.).
Die Abfahrt zur letzten Verpflegungsstation nach Ilbeshausen war ein Genuss und die letzten 30 Kilometer verliefen leicht abfallend.
In Bimbach angekommen schnaufte aber jeder erst einmal kräftig durch und das „Einrollen“ hatten sich die THCler anders vorgestellt.

Andre Harte, Sascha Gies, Jürgen Rottmann u. Sonja Hüls rollen in der Morgensonne zum Start.Zum Glück war es Sonntag fast windstill und ein wolkenloser Himmel sorgte für gute Stimmung im Team. Das war auch gut so, denn jetzt standen die langen Kanten auf dem Programm. Fast alle hatten sich für die „Tour Extrem“ mit 256 Kilometer entschieden, nur Andre D. und Thorsten nahmen den „Rhön-Extrem3“ mit 302 Kilometern in Angriff und starteten schon um 05:30 Uhr.
Gleich nach dem Start war für Friedel das Vorhaben aber schon Geschichte. Er hatte „selbstverschuldete“ Schaltungsprobleme und fuhr zurück in den Startbereich. Mit Hilfe von Technikern wurde das Problem gelöst, allerdings mit einem beträchtlichen Zeitverlust.
Er entschied sich sofort für „Plan B“ und ging auf die „Basic-Tour“, um spätestens am Verpflegungspunkt Bischofsheim seine Radsportfreunde zu treffen. Das gelang ihm, allerdings waren die verlorenen Kilometer nicht mehr aufzufahren.

Markanter Punkt, aber kein Fluss in Sicht.Auf den noch ausstehenden rd. 130 Kilometern waren zwar noch kräftige Anstiege zu meistern, aber bei Windstille, 25° und der wunderschönen Landschaft war es (fast) ein Genuss.
Alle THCler erreichten vor Kontrollschluss das Ziel und konnten die erbrachte Leistung mit einem „stromfreien Weizen“ abrunden.
Andre D. und Thorsten schmeckte das Weizen besonders gut. Sie hatten zusammen mit Manuel Piedade (RSG Hellern) bzw. Marion Wittler den „Rhön-Extrem3“ mit 302 Kilometer bewältigt, und das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,0 bzw. 27,5 km/h.
Sie haben es geschafft, Sonja Hüls, Friedel Meyer, Sascha Gies und der „Rhön-König“ Andre Dühnen.Diese Leistung würdigten ihre Radsportfreunde mit einem entsprechenden Applaus.
Ausgestattet mit „Medaille und Finisher-Trikot“ ging es nach einem schönen, aber doch anstrengenden Tag ins Hotel.

Auf der Rückfahrt war der „Rhön-Marathon 2020“ aber schon ein Thema.
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