Ralf Kaminski (li.) u. Friedel Meyer um 05:00 Uhr in der ersten Startreihe.100 Kilogramm Brot, 16 Kisten Bananen, 8 Kisten Äpfel, 1.000 Brezeln, 16 Paletten Mineralwasser sowie diverse Gels und Riegel.
Was sich anhört wie der Wochenumsatz eines Supermarktes ist hier aber nur die den Radsportlern an der ersten Kontrollstelle in Waldstetten zur Verfügung gestellte Verpflegung. 30 der insgesamt rd. 400 Helfer kümmerten sich hier um die Radsportler. Und beim „Alb-Extrem“ gab es insgesamt 7 Verpflegungsstellen!
Thorsten Reichelt, Sascha Gies, Andre Dühnen u. Sonja Hüls warten auf das „Startbändle“.Was am Sonntag bei der 36. Austragung des Radmarathons „Alb-Extrem“ bei extremer Witterung mit großer Hitze auf der „Schwäbischen Alb“ los war, dass können nur die Teilnehmer beurteilen.
Die Hinweise wurden von den Sportlern kaum beachtet, leider!2.600 aus dem In- und Ausland angereiste Teilnehmer erlebten sprichwörtlich einen „extremen“ Tag. Unter ihnen auch die Radler der Gruppe „Multikulti“, der die THCler Andre Dühnen, Sascha Gies, Sonja Hüls, Ralf Kaminski, Angelika u. Friedel Meyer und Thorsten Reichelt angehörten.

Auch dafür sollte man einen Blick haben! Friedel machte den Fotostopp auf der Hochebene von Tannweiler.Auf den angebotenen 5 Strecken (90, 162, 202, 265 und 309 km) mussten die Teilnehmer etliche Höhenmeter (1.500 – 6.000 HM) bewältigen, was für viele bei den Temperaturen von ca. 37° zum Problem wurde. Die vielen Anstiege, u.a. zur „Kuchalb“ (20%) und zum „Hexensattel“ (16%), wurden teilweise zu Wanderpassagen.
Schnell muss es gehen! Thorsten Reichelt u. Sascha Gies (v.l.) an der Verpflegungsstation in Waldstetten. Nicht für die THCler, bei denen sich Andre Dühnen und Thorsten Reichelt für die 309er-Schleife entschieden hatten. Sie absolvierten sie im gesetzten Zeitlimit von 14 Stunden und bekamen gleich im Ziel als Auszeichnung die „Traufkönig-Medaille“. Andre belegte mit seiner Leistung in der Wertung sogar den 6. Platz.
Der 1. Platz wurde vom Teamfahrer Kai-Uwe Gerstenberger aus Melle errungen. Er war bereits nach 11:34 Std. im Ziel.

Sascha, Sonja und Ralf absolvierten 265 Kilometer und trugen so zum guten Mannschaftsergebnis der „Multikultis“ bei. Was wohl alle Teilnehmer erlebt hatten, kann man aus den Worten von Sascha ableiten; „Ich habe über 20 Liter getrunken und sogar das erste Gel in meiner „Karriere" genommen. Gut das die Verpflegung top war und nach drei stromfreien Weizen im Ziel war die Welt halbwegs wieder in Ordnung.“

Angelika hatte sich für die „Alb-e@sy“-Tour mit 90 Kilometern entschieden. Sie ging die Tour aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit ruhig an und war bereits zur Mittagszeit wieder im Ziel. Schön im Schatten der Bäume sitzend konnte sie den Einlauf der anderen Teilnehmer beobachten. Die meisten von ihnen nutzten nach der Zielankunft gleich den Rasensprenger!

Friedel sorgte wohl für den Clou des Tages. Bereits um 9:10 Uhr hatte er sich auf der Strecke angesichts einer Temperatur von 25,7° vom Plan A (265 km) verabschiedet und die 202er-Schleife ins Auge gefasst. Es sollte aber alles anders kommen.
Nach der 3. Kontrollstelle in Bad Ditzenbach musste er nach 129 Kilometern abbrechen. Grund: Die Elektronik seiner Schaltung hatte den Geist aufgegeben und mit der nur noch vorhandenen Übersetzung von 34/14 waren die Anstiege nicht machbar. Er besorgte sich mit Hilfe des Organisationsteams ein Fahrzeug und ließ sich zum Startort fahren. Somit konnte auch er den Nachmittag entspannt (?) genießen.
Die Pechvögel Bernd Steenbock (li.) und Friedel Meyer mit ihren Teammitgliedern Daniel Kaiser (li.) u. Jörg Schrickel  aus der Schweiz.Von dieser Aktion profitierte auch sein Radsportfreund Bernd Steenbock aus Hamburg, den leider zwei Speichenbrüche außer Gefecht gesetzt hatten.

Sascha Gies genießt die Dusche.Auch Andre Dühnen, gezeichnet von 309 Kilometern, freut sich über die Dusche.Die Überraschung folgte dann aber als Ausgleich zu dem Pech von Bernd und Friedel noch bei der Siegerehrung. Obwohl aufgrund der Besonderheiten (5 Absagen, 4 x DNF) nur 19 „Multikultis“ in der Wertung waren, belegte die Gruppe noch den 6. Platz.
Hierfür gab es vom Bürgermeister Oliver Franz einen „Keramikbembel“ mit den Worten: „wir rechnen auch für 2020 fest mit den „Multikultis“. Ihr seid eine Bereicherung auf der Alb“. Versprechen konnte Friedel das nicht, aber noch auf dem Festzelt meldeten sich schon 7 Radsportler für das nächste Jahr an!
Auf der „Schwäbischen Alb“ haben die Bienen keine Sorgen.
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