Die „THC-Herbstroller“ mit Hans-Peter Schüro, Jörn Wichmann, Dirk Nardmann, Jürgen Rottmann, Hans-Hermann Koch, Michael Hamer, Martin Loreck, Friedel Meyer und Detlev Lammers (v.l.) sowie Angelika Meyer.Am Wochenende stand für einige Radsportler der „Herbstroller“ auf dem Programm.
Martin Loreck und Friedel Meyer hatten die Sache akribisch geplant. Die Strecken sowie die Unterkunft „Gasthof Birkenhof – Warstein/Hirschberg“ waren sehr gut, aber beim Wetter hatten sie „voll ins Klo“ gegriffen.
Um 06:47 Uhr, es war noch trocken, ging es mit der Bahn nach Paderborn-Hövelhof als Ausgangspunkt für die Touren.
Nach einem guten Frühstück wollten sich die zwei Gruppen auf die Routen begeben. Leider setzte da zur unpassenden Zeit der Regen ein. Umziehen war angesagt, die Teilnehmer bekamen gleich farbenfrohe, teils gewagte Regenoutfits zu sehen und jeder konnte sofort sein Equipment auf Herz und Nieren testen.Farbenfrohe und gutgelaunte „THC-Herbstroller“ sind startklar.
Nur Dirk musste sich dafür teilweise erst neu einkleiden. Als Optimist hatte er seine Regensachen vorsorglich trocken im Begleitfahrzeug von Geli verstaut. Aber das stand zu der Zeit ja noch in Westerkappeln!

Die Gruppe „flach – 100 Km / 660 Hm“ mit Michael Hamer, Hans-Hermann Koch, Detlev Lammers, Dirk Nardmann, Hans-Peter Schüro und Jörn Wichmann machte sich dann gut gelaunt auf den Weg! Schon nach ca. 10 gefahrenen Kilometern konnten sie in Lippling die Regensachen ausziehen, denn das Wetter meinte es dann gut mit ihnen.
Die Zielvorgabe der Gruppe war es eigentlich, die Strecke mit einem Durchschnitt von ca. 24 km/h zu bewältigen. Aber zwei Umstände machten ihnen einen Strich durch die Rechnung.
„Gruppe flach“ mit Jörn Wichmann, Hans-Peter Schüro, Dirk Nardmann und Hans-Hermann Koch (v.l.) auf dem Weg nach Soest.Zum einen wurde der Wind immer stärker und erreichte in Böen Spitzenwerte von 80 km/h, die voll im Gegenwind zu bezwingen waren. Zum anderen musste ein Teilnehmer stark auf seine Pluswerte achten, um nicht über 160 Schläge zu kommen. Aber selbst gut abgeschirmt im Windschatten gelang das nur schwerlich. Das Tempo musste stetig nach unten korrigiert werden und so überlegte man nach 60 Kilometern beim Mittagessen in Soest, wie die restliche Strecke für alle angegangen werden sollte.
Nach einvernehmlicher Planung entschied man sich für die Variante, den Mitstreiter mit dem Bus nach Warstein zu schicken. Von dort aus konnte er die restliche Strecke zum Quartier in Hirschberg alleine bewältigen. Wie sich später herausstellte die richtige Entscheidung.

Die leicht reduzierte Gruppe steuerte dann das Zwischenziel „Möhnesee“ an, ein besonderes Highlight auf der Strecke.
Selbst der weiter zunehmende Wind konnte die nun sehr harmonisch agierende Gruppe nicht mehr davon abhalten, das Ziel um 16:30 Uhr trocken zu erreichen. Geli nahm die Radler vor der Unterkunft freudestrahlend in Empfang und auch der Teamkollege, der eine Teilstrecke mit dem Bus zurückgelegt hatte, kam nur wenige Minuten später an.
Für die etwas entkräfteten aber glücklichen Radler lautete die Devise dann:
Bei einem kühlen Getränk warten, und warten, und warten … auf die Gruppe „hügelig – 152 Km / 2.270 Hm“!!

Für die Gruppe mit Martin Loreck, Friedel Meyer und Jürgen Rottmann ging es nach dem Start in Richtung Osten um möglichst schnell in die hügelige Region zu kommen. Und das hatten sie bereits nach 20 Kilometern geschafft. In Bad Lippspringe waren sie bereits im „Eggegebirge“ und über die „Paderborner Hochebene“ kamen sie nach 75 Kilometern zur Mittagspause nach Bredelar.Und was ist nun gesunde Radlernahrung?? Das Mittagessen war sehr gut, allerdings stellte Martin auf den folgenden Kilometern fest, dass ein Zigeunerschnitzel nicht der „richtige Treibstoff“ für Radler ist!

Wunderschöne „Briloner Hochfläche“.Weiter ging es in westlicher Richtung bei starkem Gegenwind und einem ständigen „auf und ab“ zum nächsten Zwischenziel nach Olsberg. Hier hatten Martin und Friedel auf ihrer Testfahrt ein Cafè gefunden, das einfach anzufahren war. O-Ton Martin: „Die Qualität des Kuchens ist einfach super. Hier muss man Station machen.“Das Café in Olsberg war für Jürgen Rottmann, Martin Loreck und Friedel Meyer (v.li.) eine „1. Adresse“!!
Der Meinung schloss sich auch Jürgen an.
Nach der schönen Pause waren es jetzt nur noch 35 Kilometer bis zum Ziel. Aber auf dem letzten Teilstück waren noch zwei kräftezehrende Anstiege zu meistern, und das leider bei einsetzendem Regen und weiterhin starkem Wind.
Nördlich von Meschede war es dann soweit. Die letzten 5 Kilometer ging es rauschend bergab und die Nadel ging nicht unter 50 km/h, obwohl die Regentropfen zu Nadelstichen wurden.
Im Ziel angekommen war das Hallo groß. „Ab unter die Dusche und dann ran an den Tisch“ lautete das Kommando der „Flachfahrer“, denn alle hatten einen Mordshunger.

Nach ruhiger Nacht und einem guten Frühstück saßen die Radler dann um 09:15 Uhr wieder auf dem Sattel. Zum Glück war es trocken und die Windrichtung „Süd-West“ war ideal. Aus dem „Arnsberger Wald“ heraus ging es fast nur bergab und bis Kilometer fünfzehn fuhr fast jeder sein Tempo. Dann kurze Lagebesprechung und Martin gab die Losung aus: „Ab jetzt gibt es keine Gruppen mehr und wir fahren gemeinsam heim.“Hans-Hermann Koch zieht Dirk Nardmann und Jörn Wichmann über den „Haarstrang“.

In Neubeckum hatten Geli und Hans-Peter ein kleines Café gefunden. Hier kam die Gruppe nach 59 Kilometern an. Und das trocken und mit einem 29,5er-Schnitt!Formationsflug durch das „Lipperland“.
Was dann nach der Pause folgte, dass kannten die Radler schon. Einsetzender Regen, aber der konnte die Stimmung auch nicht trüben.
Regenklamotten an und schon ging es weiter bis nach Glandorf, von wo aus man natürlich auch schon den „Teuto“ im Blick hatte. In der Eisdiele ergriff Jürgen bei einem „Spaghetti classico“ das Wort und bedankte sich in Namen der Gruppe bei Martin, Friedel und Geli für die super Organisation und Abwicklung der Tour.

Dann stand der Rückfahrt über Lienen und Leeden nur noch der „Malepartus“ im Weg, aber das war nach den absolvierten Kilometern auch kein Problem mehr.
Dirk hatte sogar noch den Ehrgeiz und die Kraft, seine eigene Bestzeit anzugreifen. Das Ergebnis ist aber leider nicht bekannt!
Rechtzeitig waren dann alle Zuhause und konnten genüsslich feststellen, dass die Profis bei der WM in Yorkshire auch nicht besser dran waren. Strömender Regen!
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