Sonja hat ihr Ziel erreicht. Am 3.10., dem Tag der Deutschen Einheit, war Münster für viele Radsportler wieder der Nabel der Welt.
Alljährlich zum Ende der Saison trifft sich im Münsterland die Elite des Radsports zum „Sparkassen-Münsterland-Giro“. Fast alle „WorldTour Teams“ waren am Start und auch viele „ProContinental- bzw. Continental Teams“. Die deutsche Spitze mit Pascal Ackermann, Nils Pollit, André Greipel, John Degenkolb und Max Walscheid (Vorjahressieger) war am Start und musste sich mit internationaler Konkurrenz (Fernando Gaviria, Àlvaro Hodeg, Mathieu van der Poel u.v.a.) messen.

Im Rahmen der Veranstaltung fanden aber auch Jedermannrennen statt. Dabei mussten die insgesamt rd. 4.400 Teilnehmer Distanzen von 60, 100 bzw. 130 Kilometer zurücklegen. Für die lange Schleife hatten auch die THCler Sascha Gies und Sonja Hüls gemeldet.
Beide waren schon recht früh im Startblock B um möglichst weit vorne zu starten, bei dem nasskalten Wetter nicht gerade angenehm. Aber nach dem Start wurde ihnen schnell warm, denn auf den ersten flachen 55 Kilometern wurde ein schnelles Tempo angeschlagen.
Damit war es in Lienen aber vorbei, bis Ledde sollte es nur noch rauf und runter gehen. Den THClern bekannte Anstiege wie Malepartus, Urberg, Heidhornberg, Sudenfeld und der Leedener Berg waren zu bezwingen.Beeindruckend, Sascha drückt die 14 Prozent am „Heidhornweg“ sitzend weg!
Für Sonja und Sascha kein Problem, auch weil sie am steilsten Anstieg, dem Heidhornweg mit seinen 14 Prozent, von ihren Radsportfreunden Friedel Meyer, Marc Plantholt und Jürgen Rottmann angefeuert wurden.

Sonja führt die Männer zum Kulminationspunkt „Heidhornweg“.Nachdem das „Bocketal“ durchfahren war ging es die restlichen 40 Kilometer topfeben bis ins Ziel. Den Verlauf des Teilstücks kommentierte Sonja wie folgt:
„Hier zeigte sich die Stärke von Sascha. Kaum einer aus der großen Gruppe wollte sich in den Wind stellen. Sascha hat fast ausschließlich allein die Führungsarbeit geleistet und die Gruppe ins Ziel gezogen. Wahnsinn!“

Das Ziel erreichten sie nach 3:33 Std. mit einem Stundenmittel von 37,5 km/h. Dann folgten ein paar Minuten der Anspannung, die sich bei Sonja aber sofort löste als die Auswertung feststand. Unter den 50 gestarteten Frauen belegte sie den 11. und in ihrer Altersklasse sogar den 3 Platz. Damit hatte sie ihr Ziel erreicht, sie konnte das Podium besteigen. Nicht zuletzt ein Verdienst von Sascha, der unter den 809 ins Ziel gekommenen Männern den 244 und in seiner Altersklasse den hervorragenden 59. Platz erzielte.
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