Auch der THC wurde richtig in Szene gesetzt.In der Regel laufen die Trainingseinheiten (Samstag/Sonntag) fast nach gleichem Muster ab. Die Teilnehmer sitzen 2 – 3 Stunden auf dem Sattel und spulen ca. 50 – 80 Kilometer ab. Nur mittwochs nicht, dann wird auf der „Hagenbergrunde“ nach einem Programm mit individuellen Einheiten gearbeitet.
Der Feiertag, „Tag der Deutschen Einheit“, sollte jetzt ganz anders genutzt werden.

Marc Plantholt: „Wenn die Profis der WorldTour Teams im Rahmen des „Sparkassen-Münsterland-Giro“ unser Revier durchkreuzen, dann bietet es sich doch an, die Jungs mal aus der Nähe zu sehen. Außerdem könnten wir unsere Fahrer*in Sonja Hüls und Sascha Gies anfeuern (s. Bericht).“
So lautete dann das Motto des Tages:

aktiv - passiv - aktiv - passiv - aktiv

Leider war das Wetter alles andere als gemütlich. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich um 09:00 Uhr nur Jürgen Rottmann und Friedel Meyer trafen. Sie fuhren nach Hasbergen und gabelten dort Marc auf.
Durch die „Hüggelschlucht“ und vorbei am „Ellenberg“ steuerten sie ihr Ziel in Mentrup an, eine Bauerschaft in Hagen a.T.W.. Sie hatten sich einen Streckenteil am „Heidhornweg“ ausgesucht, denn der versprach aufgrund des 14-prozentigen Anstiegs für die Jedermänner und Profis einen interessanten Einblick ins Renngeschehen.Der „Heidhornweg“ in Mentrup, der ideale Standort für die THC-Fans.

In Mentrup angekommen waren Jürgen, Marc und Friedel überrascht. Es herrschte fast schon eine Tour de France-Atmosphäre. Die gesamte Nachbarschaft war vertreten und hatte sich schon auf das besondere Event eingestimmt. Mit Getränkewagen, Grillstand und Musikanlage war man bestens ausgestattet und vorbereitet.
Die kleinen Künstler hatten auch ihren Spaß.Die Kinder hatten zu farbiger Kreide gegriffen und den Anstieg künstlerisch gestaltet, fast wir bei den Pässen in den Alpen bzw. Pyrenäen.
Die THCler wurden stilgerecht mit „Highway to Hell“ von AC/DC empfangen. Es bestand kein Zweifel, hier war man richtig!
Das angebotene Bier lehnten sie freundlich ab, aber sie waren gleich Teil der Fangruppe.Marc Plantholt, Friedel Meyer und Jürgen Rottmann (v.r.) hatten den richtigen Platz ausgesucht.
Nach dem ersten aktiven Teil des Tages wartete man jetzt auf das Feld der Jedermänner der 130er-Schleife. Lange dauerte es nicht bis Begleitmotorräder, Polizei und das Führungsfahrzeug die Sportler ankündigten. Ein paar Fahrer hatten sich abgesetzt, aber dann waren auch schon die THC-Trikots zu erkennen. Sonja Hüls und Sascha Gies waren sichtlich überrascht und erfreut über die Anfeuerung ihrer Sportkollegen.

Nachdem sie durch waren nutzen die THC-Fans eine Lücke im Feld, um die 2. aktive Phase anzugehen. Man war im Trainingsrevier von Marc, der die kleine Gruppe über Bad Iburg nach Hilter und durch den Freeden zurück nach Bad Iburg führte. Hier stand eine kleine Stärkung auf dem Programm, bevor es nach 30 Kilometern wieder zur Fanmeile nach Mentrup ging.
Im Anstieg konnten sie schon sehen, dass die Gruppe dort deutlich größer geworden war. Die Nachbarschaft war schon richtig in Stimmung. Woran das wohl lag?

Es dauerte nicht lange bis der Tross der Profis kam. Auch hier hatten sich fünf Fahrer unterklassiger ProContinental Teams vom Feld ca. 4 Minuten abgesetzt.
Als die große Gruppe das erste Mal vorbei kam war die Strategie deutlich erkennbar. Alles verlief relativ ruhig und die Teams BORA-Hansgrohe und TREK-Segafredo riegelten ab. Die Rennsituation war für sie kein Grund zur Unruhe.

Jonas Rickaert vom Team Corendon-Circus greift an und zwingt u.a. Nils Pollit (5.v.r.) zur Reaktion.Bei der 2. Durchfahrt sah es schon ganz anders aus. Jetzt attackierten etliche Fahrer, u.a. Mathieu van der Poel. Das Feld musste reagieren und ganz deutlich war zu sehen, dass die Fahrer im Gegensatz zu vorher richtig „Druck auf dem Pedal“ hatten.Team BORA-Hansgrohe setzt nach.
Die Vorbeifahrt der Teamfahrzeuge beobachtete Jürgen als Sportlicher Leiter des „NWCT-Teams“ mit einer Träne im Auge. Hätte er doch nur so ein Material!
Auch Marc und Friedel hätten nichts dagegen gehabt, wenn das eine oder andere Rad vom Dach eines Begleitfahrzeuges gefallen wäre!

Da kann man (Jürgen!) schon neidisch werden!Als der Besenwagen durch war machten sich die THCler auf den Heimweg und fuhren ein Teilstück dem Feld hinterher. An einer Engstelle der Strecke mussten sie dann leider noch mit ansehen, wie ein kurz zuvor gestürzter Profi ärztlich versorgt wurde. 
Mit gemischten Gefühlen ging es weiter und nach einem interessanten und kurzweiligen Tag waren sie bald Zuhause.
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