Stephan Kotschi (4.v.l.) mit seinen Jungs beim SondertrainingVergangenen Samstag hatten die Jugendlichen der Mountainbike-Gruppe des THC Westerkappeln eine besondere Trainingseinheit. Trainer Stephan Kotschi hatte zu einer Fahrt ins benachbarte Mettingen eingeladen, um dort die Vorzüge des erst vor kurzem neu angelegten und eröffneten Pumptracks zu nutzen. Mit dem Besuch wollte man die Vielseitigkeit im Radsport weiter ausloten.
Die Nachfrage war groß, Stephan konnte die Fahrt mit 15 MTBlern antreten.

Ein „Pumptrack“ ist eine speziell geschaffene MTB-Strecke. Ziel der Sportler ist es, auf ihr möglichst ohne zu treten den gesamten Kurs zu durchfahren. Gelingen kann das nur durch das Hochdrücken (engl. pumping) des Körpers aus der Tiefe heraus, mit dem die Geschwindigkeit aufgebaut wird.
Um das Mountainbike durch pumpendes Drücken effizient beschleunigen zu können, ist ein spezifischer Abstand der einzelnen Wellen, die etwa Sinuskurven darstellen, erforderlich. Die Wendepunkte sind meist als Steilkurven gebaut, die regelrecht zu Sprüngen herausfordern.
Die Schwierigkeit des Parcours ergibt sich aus der Geschwindigkeit des Fahrers. Der „Pumptrack“ kann mit jedem Mountainbike gefahren werden, Fortgeschrittene wählen eher kleine und nichtgefederte Bikes.


Thore (vorne) und Hanno Schmidt fühlen sich sichtlich wohl zwischen den Wellen.Einigen der jungen THC-Biker war der Rundkurs bereits bekannt. Nicht selten verbringen sie etliche Stunden im Park, um ihr fahrerisches Können zu verbessern.
Die „Neulinge“ gingen die Sache erst verhalten an und fuhren ein paar langsame Testrunden. Aber schnell fanden sie den erforderlichen Rhythmus und waren von den Vorzügen der Strecke sofort überzeugt.

Hanno Schmidt und Mathis Frische, die den Track mit einer Länge von 250 Metern schon häufiger besucht hatten, kommentierten die Sache mit den Worten:
„es macht einen riesen Spaß, ist aber auch körperlich anstrengend, wenn man es richtig laufen lässt“.
Und sie ließen es richtig laufen, etliche Passagen befuhren sie nur auf dem Hinterrad und auch Sprünge mit bis zu 1,5 Meter Höhe aus der Steilkurve heraus standen für sie auf der Tagesordnung.


Auch die erwachsenen MTBler und Rennradler stellten sich zeitmäßig auf die Sonderaktion der jungen Sportler ein und starteten schon um 13:15 Uhr zur Ausfahrt. Sie steuerten zuerst Mettingen an, um den Nachwuchs im „Pumptrack“ zu beobachten.
Sie waren beeindruckt vom Können der jungen MTBler, die schon recht gekonnt die Wellen und Steilkurven nahmen.


Sascha Gies ist zum Glück sturzfrei zurück.Lediglich Sascha Gies traute sich mit seinem Rennrad auf den Parcours. Sein Kommentar nach der Runde:
„ich bin froh, dass ich da heile durchgekommen bin! Mit dem Rennrad ist das nichts für mich.“
Die Rennradler sind startklar für ihre Runde.Die Rennradler machten sich dann auf ihre Trainingsrunde, die sie über Neuenkirchen, Achmer und Wallenhorst nach 76 Kilometern zurück zum Startort führte. Und das ohne die kurzen Wellen und Steilkurven des „Pumptrack“, aber mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit.