THC-Radler mit Kombitour zur Nordsee

Stimmungsvolle Momente bei aufgehender SonneDer THCler Jürgen Rottmann hatte sich mal wieder ein besonderes sportliches Ziel gesetzt. Mit dem Rad sollte es zur Nordsee gehen, nach Butjadingen, in eine Region westlich des Jadebusens.
Als sportlicher Leiter des HEW Racing Teams wollte er sein Teammitglied Sebastian Renken besuchen, der dort in Mürrwarden einen landwirtschaftlichen Betrieb führt.

Für dieses Vorhaben suchte Jürgen Mitfahrer und fand sie kurzfristig in Stephan Kotschi und Henry Schnetgöke, beides auch THCler.
Henry ist erst seit diesem Jahr THCler, er konnte noch seinen Vater Till zur Mitfahrt bewegen.

Das Quartett machte sich am 21.08. um 7:00 Uhr bei frühherbstlichem Wetter auf den Weg. Die Strecke führte zunächst in Richtung Ankum. Schon bei der Ortseinfahrt wurde der Nebel dichter und für die nächsten 100 Kilometer blieb die Sicht weiterhin deutlich eingeschränkt.
Auch nach einem ersten Zwischenstopp in Quakenbrück, bei einem sog. "coffee to go", besserten sich die Wetterverhältnisse nur wenig. Alles war oberflächlich durchfeuchtet und die Sicht durch die nasse Brille zusätzlich reduziert.

In Höhe der „Thülsfelder Talsperre“ in der Region „Dwergter Sand“ durchfuhren die Radler ein zehn Kilometer langes Waldstück, was ihnen bei dem starken Nebel besonders stimmungsvolle Momente bescherte.
Der Youngster Henry führt die Oldies Jürgen und Stephan durch die „Jader Marsch“Vor Edewecht dann eine kleine Überraschung. Eine Brücke über den Küstenkanal war wegen Bauarbeiten gesperrt und ein Umweg war erforderlich, und das bei einer ohnehin langen Strecke von über 200 Kilometern.

Davon ließen sich die „Langstreckler“ aber nicht beirren, um 11:30 Uhr erreichten sie Bad Zwischenahn. 
Nach einer kurzen Pause mit Cappuccino und Spaghettieis "Classico" am „Zwischenahner Meer“ ging es weiter über Wiefelstede in die „Jader Marsch“.
Zur Freude der Radler löste sich der Nebel auf und die Sonne kam wärmend zum Vorschein.

Ab Jaderberg befuhr man dann die „Ölstraße“ und genoss etwas technische Kultur. Nach kurzer Rast an einer alten Ölpumpe ging es weiter durch die Marschlandschaft, allerdings bei schlechtem Straßenbelag.
Zum Glück war der Streckenabschnitt nicht sehr lang und bald war die Bäderstraße am Jadebusen erreicht. Aber jetzt machte sich die Küstennähe bemerkbar, ein auffrischender Wind machte die Fahrt etwas beschwerlich.

Nach 20 Kilometer war Tossens erreicht. Das Nordseehochwasser hatte man zwar um 15 Minuten verpasst, aber ein erfrischendes Fußbad war trotzdem noch möglich.Vater und Sohn genießen die Abkühlung im Wattenmeer
Das kühle Nass ging sogar noch bis zu den Knien. Herrlich!

Kurzer Stopp auf der Deichkrone MürrwardenNach diesem Stopp waren es nur noch ein paar Kilometer bis zum Ziel. Bevor man den Hof Renken ansteuerte ging es auf die Deichkrone Mürrwarden. Hier hatte man einen herrlichen Überblick auf das Wattenmeer und konnte sogar markante Punkte (Containerterminal Wilhelmshaven, Ölpier Hooksiel, Leuchttürme Hooksielplate und Schillinghörn) erkennen.

Der Hof Renken war nicht ausgeschildert, wurde aber trotzdem gefunden!Sebastian, Julia und der Nachwuchs Jonna und Annelie  erwarteten die Radler schon. Sie servierten den leicht abgekämpften Radlern Kaffee und Kuchen, und natürlich frische Milch aus hofeigener Produktion. Bei einem Zuchtbetrieb mit rd. 140 Milchkühen kein Wunder.

Nach nettem Plausch und kurzer Besichtigung des Anwesens trat man um 16:00 Uhr die Rückfahrt an. 40 Kilometer waren noch bis zum Bahnhof Varel zu bewältigen, wo man 12 Minuten vor der Abfahrt des Zuges nach Osnabrück eintraf. 

Zeitlich war es etwas knapp, und so musste man auf eine kleine Stärkung verzichten. Das sollte sich bei der Zugfahrt bemerkbar machen, alle vier hatten ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Aber auch das überstanden die Radler und bald war die Heimat wieder erreicht.

Insgesamt wurden an dem Tag rd. 250 Kilometer zurückgelegt. Eine Strecke, die ein Hobbyradsportler nicht unbedingt jeden Tag fährt. Aber alle waren sich in der Beurteilung der Aktion einig. Sie ruft nach einer Wiederholung!
Für Jürgen wäre es dann die 7. Nordseetour.

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