Gruppenfahrt der anderen Art

Der „Italiener“ in ungewollter RuhestellungDie Radsportler des THC konnten sich bei den Ausfahrten schon immer einer von drei Leistungsgruppen anschließen. Wunschgemäß wurden die Trainingszeiten jetzt jedoch geändert.
Während die Gruppen 2 (25 – 28 km/h) und 3 (>28 km/h) samstags um 10:00 Uhr zur Ausfahrt starten, trifft sich die Gruppe 1 (<25 km/h) sonntags um 10:00 Uhr.

Letzten Samstag trafen sich Matthias Düpont, Peter Ender, Reinhard Jansson, Stephan Kotschi, Frank Kröner, Friedel Meyer, Thorsten Reichelt, Thomas Röttering, Jürgen und Ralf Rottmann und Jörn Wichmann, um die von Stephan ausgearbeitet Route zu fahren. Man einigte sich auf eine Fahrt im „Gruppe 2-Modus“.

Zielregion war der südliche Bereich der „Ankumer Höhe“ und bewusst hatte Stephan ein flaches Streckenprofil gewählt. Auf teils breiteren Straßen wollte man einen neuen Führungswechsel in der Gruppe trainieren.
Stephan erläutert den Teilnehmern das TrainingszielVor dem Start erläuterte Stephan den Sportlern das Trainingsziel, „dynamische Führungswechsel unter Beibehaltung der Zweierreihe“. Die Teilnehmer fanden schnell einen passenden Begriff; „langsamer Belgischer Kreisel“!

Um möglichst viele Wechsel zu trainieren, einigte man sich auf Führungszeiten von max. 6 Minuten.
Der größte Vorteil einer solchen Gruppenfahrt: die Führenden müssen beim Wechsel der Position nicht nach links bzw. rechts ausweichen. Es bleibt bei der „Zweierreihe“.
Die THCler erkannten auch schnell einen weiteren Vorzug. Alle 6 Minuten hatten die Radler einen neuen Gesprächspartner, was die Sache auch kommunikativ interessant machte.

All diese Vorzüge konnte Friedel zunächst nicht genießen. Er hatte sich früh von der Gruppe abgesetzt, um ein paar schöne Aufnahmen zu machen. Als die Fotos im Kasten waren wollte er der Gruppe folgen. Aber da merkte er sofort, dass sein „Italiener“ nicht so wollte wie er. Der Pannenteufel hatte zugeschlagen!Perfekte Gruppenarbeit der THCler in Sönnkenort vor Vinte

Telefonisch nahm er Kontakt zur Gruppe auf, die bereits Vinte erreicht hatte. Man verständigte sich schnell auf eine Weiterfahrt der Gruppe.
Zum Glück ist Friedel gut versichert. Er hat von Markus Kröner eine „Rundum-Sorglos-Versicherung“ und nach einem kurzen Notruf war der Servicewagen vor Ort!

Einen weiteren Vorteil hatte er durch das gerade absolvierte „Garmin-Seminar“. Das Gelernte setzte er sofort um. Er zog die auf dem Navi gespeicherte Strecke auf, berechnete kurz die verstrichene Zeit und wählte den fiktiven Treffpunkt mit der Gruppe.
Dann machte er sich auf den Weg nach Achmer, um der Gruppe in Richtung Ueffeln entgegenzufahren. Treffer!

Selbst am Anstieg im „Gehnwald“ klappte die GruppenfahrtIm „Gehnwald“ am höchsten Punkt der Strecke sah er seine Radsportfreunde, setzte seine Arbeit als rasender Reporter fort und schloss sich dann der Gruppe wieder an.
Diesmal mit Erfolg, keine weite Panne!

Über Pente, Wallenhorst und Halen ging es weiter und nach etwas mehr als 70 Kilometern war man am Ziel.
Beim üblichen Abschlussgespräch viel das Fazit der Ausfahrt ausschließlich positiv aus. Mit der erzielten Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,3 km/h lag man zwar etwas über dem Zielkorridor, aber aufgrund der effektiven Führungswechsel fühlte sich niemand überfordert.
Der Wunsch nach einer weiteren Gruppenfahrt in dieser Form soll gleich am nächsten Wochenende erfüllt werden.

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