Ein harter Brocken, dieser „Brocken“

Die Gruppe nach der Pause in HarzgerodeDas bekamen jetzt 9 Radsportler des THC zu spüren, die an der 15. Austragung des „Herbstrollers“ teilnahmen. Erstmalig wurde der Harz angesteuert und Basislager war in Bad Suderode in Sachsen-Anhalt.

Die Teilnehmer Knut Böltner, Matthias Düpont, Andre Harte, Reinhard Jansson, Martin Loreck, Friedel Meyer, Thomas Röttering, Jürgen und Ralf Rottmann reisten Freitag an, um gleich nach einem ausgedehnten Frühstück die erste Etappe in Angriff  zu nehmen. Sofort nach dem Start zeigte sich, dass die Organisatoren Jürgen und Martin wunderbare Strecken geplant hatten.
Gleich nach dem Start geht es schon  berganDie Pause in Quedlinburg nach der 1. Etappe war verdient.Bereits der erste Anstieg war 7,9 Kilometer lang und kurz vor Friedrichsbrunn hatte man den höchsten Punkt der Tour erreicht. Da waren die ersten 350 Höhenmeter (Ø 4,4%) in den Beinen. In einem ständigen auf und ab sollte es so weitergehen und den THClern war schnell klar, die drei Tage werden kein „Ponyreiten“.

Auf die ursprünglich in Güntersberge geplante Rast verzichtete man, da bei dem guten Frühstück noch Körner vorhanden waren.
Die Gruppe durchquerte den „Ramberg“ und über Gernrode ging es nach Quedlinburg. Ein Städtchen mit einer wunderschönen Innenstadt, die förmlich zur Rast einlud. Kaffee, Kuchen, Brötchen und auch Matjes mit Bratkartoffeln standen auf dem Speiseplan.
Nach kurzer Stärkung waren es dann nur noch 10 Kilometer bis zum Ziel.

Einsetzender Nieselregen macht einen kurzen Stopp auf der alten „Bahntrasse“ erforderlichSamstag startete man absprachegemäß um 09:15 Uhr, für die anstehenden 116 Kilometer genau passend. Bis zum Zwischenziel in Harzgerode ging es ständig rauf und so kam die Pause nach 33 Kilometern genau zur richtigen Zeit. In einem urigen Café hätte man es bei guter Stimmung noch länger ausgehalten, aber es war ja noch einiges zu bewältigen.

Nach einem flachen Streckenabschnitt im „Selketal“ erfolgte eine kurze Absprache hinsichtlich der weiteren Fahrweise. Der von Martin gemachte Vorschlag, bei dem anspruchsvollen Profil eine Aufteilung der Gruppe vorzunehmen, fand allgemein Anklang. Ab da rollten die THCler in einer 5er- und einer 4er-Gruppe.
Durch kleinere Orte fahrend kamen die Gruppen recht bald an die „Rappbodetalsperre“. Hier erwartete sie ein besonderes Highlight, die auf Höhe der Staumauer verlaufende „Seilhängebrücke“. Sie ist mit 458 Metern die zweitlängste der Welt und auf ihr gehend quert man das „Bodetal“ in rd. 100 Meter Höhe.

Hier lagen nach 80 Kilometern die meisten Schwierigkeiten auch schon hinter den Radlern.  Ab Rübeland ging es entlang der „Harzer Bahnstrecke“ nach Blankenburg, und nach weiteren rd. 20 flachen  Kilometern war man am Ziel einer schönen Tour.
Abgerundet wurde der Tag mit einer Fahrt zum Abendessen ins schöne Quedlinburg.

Der Sonntag sollte die Königsetappe werden, eine Fahrt in den Oberharz mit dem Anstieg zum „Brocken“ (1.142m). Nach kurzen Erläuterungen durch Martin machten sich die Gruppen um 09:15 Uhr auf den Weg.Martin (3.v.r.) beim Briefing vor der KönigsetappeEin Teilstück musste auf der B81 gefahren werden, zum Glück war noch wenig Verkehr und nach 19 Kilometern war man schon wieder auf der bekannten Staumauer. Stets moderat ansteigend ging es über Elbingerode und Drei Annen Höhe nach Schierke. Dort war man dann nach rd. 42 Kilometern im Anstieg zum „Brocken“.

Der richtige Anstieg begann 3 KM nach Schierke und hatte eine Länge von rd. 9 KM mit rd. 500 Höhenmetern. Mindestens drei „Rampen“ mit 15% galt es zu meistern.
Für den Anstieg hatten sich die Gruppen unterschiedliche Taktiken zurechtgelegt.
Während Gruppe 2 sich vor dem Anstieg in Schierke noch kurz stärkte, ging Gruppe 1 direkt in den Anstieg.
Gruppe 1 mit Reinhard Jansson, Andre Harte, Knut Böltner und Friedel Meyer (v.l.) am höchsten Punkt der TourMartin Loreck, Ralf Rottmann und Thomas Röttering (v.l.) haben den „Brocken“ auch bezwungenEtwas hatten beide Gruppen gemeinsam, oben auf 1.142 Meter angekommen ein schnelles Foto und ab nach unten. Grund: Es war nebelig, mit 6° lausig kalt und ein kräftiger Wind machte den Aufenthalt ungemütlich.

Die Abfahrt war bei einem guten Belag recht einfach, aber die vielen Fußgänger erforderten eine hohe Konzentration. Ein Blick zur Seite war so gut wie nicht möglich, aber bei dem Nebel und den abgestorbenen Bäumen auch nicht unbedingt erforderlich.
Unter angekommen war die Devise, ab zum Aufwärmen in ein Café. Und hier fand Gruppe 1 mit dem „Brockenbäcker“ eine gute Adresse. Dafür sprach auch die gute Frequentierung durch andere Rennradler und Wanderer.
Nach der Pause ging es in die Abfahrt nach Wernigerode. Gut 15 Kilometer mit teilweise steilen Stücken machte das zum Vergnügen.

Gruppe 2 stattete der Altstadt von Wernigerode einen Besuch ab, auch um sich für die letzten Kilometer des Wochenendes zu stärken.
Die letzten rd. 30 Kilometer bis ins Ziel waren durchweg flach und stellten die Radler vor keine Probleme.
In Bad Suderode angekommen war der weitere Ablauf vorprogrammiert:
Duschen, Sachen packen, Räder aufladen und ab auf den Heimweg.

Daten des „Herbstrollers“

Radtag

KM

HM

Freitag

65

960

Samstag

116

1.488

Sonntag

111

1.714

gesamt

292

4.162

Eine Leistung der THCler, die sich sehen lassen kann. Alle waren sich einig, dass kann wiederholt werden. Aber bitte bei angenehmeren Temperaturen.

Ach ja, etwas Pech war auch im Spiel. Matthias und Ralf hatten einen Reifenschaden, und das jeweils in einer ungünstigen Phase. Ralf gleich auf den ersten Kilometern im Anstieg zum „Ramberg“ und Mattias im Anstieg zum „Brocken“.
Zum Glück nur Materialschaden, den beide relativ schnell beheben konnten.Die Radler des THC können alle entführt werden!

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